Saint-Tropez. Der Überfall auf die Geissens hat tiefe Spuren hinterlassen. Der Täter wurde erst Monate später, vergangenen Samstag festgenommen.
Im Juni 2025 wurden Carmen (60) und Robert Geiss (61) in ihrer Villa Geissini nahe Saint-Tropez Opfer eines brutalen Raubüberfalls. Maskierte Täter drangen mit Pistolen in das Anwesen ein, bedrohten und verletzten das Ehepaar und erbeuteten Wertsachen im Wert von rund 200.000 Euro. Ein Schock, den die Familie nicht vergessen wird.
RTL-Spezialfolge
Inzwischen gibt es erste Erfolge bei den Ermittlungen: Mehrere Täter wurden gefasst, wie Robert Geiss vor wenigen Tagen exklusiv gegenüber BILD bestätigte. Parallel dazu haben die Geissens ihre Sicherheitsvorkehrungen massiv ausgebaut. Besonders auffällig: Carmen Geiss trägt in der Villa nun keinen Schmuck mehr am Handgelenk – sondern einen Panikknopf. „Das ist meine Plastik-Rolex der sicheren Art“, sagt sie in der RTLZWEI-Sendung „Die Geissens Spezial: Der Überfall“ (5. Januar, 20.15 Uhr). Ein Druck genügt, innerhalb weniger Minuten ist die Polizei vor Ort.
Gedreht wurde die Spezialfolge unter anderem im Wohnzimmer, in dem der Überfall stattfand. Mit dabei waren auch die Töchter Davina (22) und Shania (21), die in jener Nacht nicht im Haus waren. Ziel der Familie ist klar: Die Villa soll wieder ein Ort der Sicherheit werden. Robert Geiss spricht von einer umfassenden Aufrüstung – mit mehreren Leibwächtern, zusätzlichen Panikknöpfen, einer erweiterten Alarmanlage, doppeltem Zaunsystem und nun 32 Überwachungskameras statt zuvor 16.
Drama-Schilderungen von Carmen - Täter griff sie an!
Der Rückblick auf die Tat ist dennoch erschütternd. Die Geissens hielten die Eindringlinge zunächst für einen schlechten Scherz. Sekunden später eskalierte die Situation. Einer der Täter würgte Carmen Geiss bis zur Bewusstlosigkeit und riss dabei eine frische OP-Narbe am Kinn auf. „Ich habe das warme Blut an meinem Hals gespürt. Dieser Moment war grausam“, erinnert sie sich. Sie habe geglaubt, es sei vorbei.
Heute gleicht das Anwesen einem Hochsicherheitstrakt: Stacheldraht, spitze Metallelemente am Eingangstor, Bewegungsmelder und Kameras sichern das Grundstück rund um die Uhr. Trotz allem versucht die Familie nach vorn zu blicken. Carmen Geiss sagte zuletzt zu BILD: „Uns belastet das Thema zum Glück nicht mehr so stark. Das Leben geht weiter.“