Die Schauspielerin meldete sich nach ihrem schweren Sturz und einer mehrstündigen Operation bei ihren Fans zurück.
Für Senta Berger (84) sollte die Verfilmung von Joachim Meyerhoffs „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ eine doppelte Premiere markieren: die Rückkehr vor die Kamera nach dem schmerzlichen Verlust ihres Gatten Michael Verhoeven und die Verkörperung der exzentrischen Großmutter Inge. Doch das Schicksal diktierte eine andere Dramaturgie. Ein schwerer Sturz warf die Grande Dame des deutschen Films unmittelbar vor dem Kinostart aus der Bahn und zwang sie zu einer medizinischen Kraftanstrengung hinter verschlossenen Türen.
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Das Risiko der späten Jahre
Die Diagnose – ein Oberschenkelbruch – erforderte einen chirurgischen Eingriff, der in diesem Lebensabschnitt alles andere als Routine ist. Sohn Simon Verhoeven (53) beschrieb die bangen Stunden während der mehrstündigen Operation und die harten Tage auf der Intensivstation gegenüber als eine Zeit des Zitterns. Dass die Schauspielerin den physischen Strapazen mit stoischer Disziplin begegnete, unterstreicht ihren ungebrochenen Charakter: Selbst den schmerzhaften Krankentransport von Hamburg nach München absolvierte sie ohne den Anspruch auf jedwede Sonderbehandlung.
Getragen von kollektiver Wertschätzung
Während das Kinopublikum das hochkarätige Ensemble um Bruno Alexander, Tom Schilling und Karoline Herfurth feiert, erreichen die Rekonvaleszentin in der Reha-Klinik Wellen der Anteilnahme. Senta Berger zeigte sich gegenüber der „Bild“-Zeitung zutiefst gerührt: „Ich bedanke mich für die Anteilnahme und freue mich über die Genesungswünsche. Ebenso die vielen schönen Reaktionen auf unseren Film.“
Ein privates Finale
Trotz der Abwesenheit bei den glanzvollen Premierenfeiern bleibt ein großes Ziel: Senta Berger möchte ihr aktuelles Werk bald gemeinsam mit ihrem Sohn im Kinosaal erleben. Es wäre der versöhnliche Abschluss eines Kapitels, das von persönlicher Trauer und physischer Prüfung gezeichnet war, nun aber in der verdienten Würdigung ihres künstlerischen Schaffens mündet.