Marius Borg Høiby

Neue Vorwürfe: Norwegen-Prinz festgenommen

Der Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, Marius Borg Høiby, ist unmittelbar vor Beginn eines Vergewaltigungsprozesses gegen ihn festgenommen worden.

Das bestätigte die Anwältin des 29-Jährigen am Montag, nachdem Untersuchungshaft wegen neuer Vorwürfe beantragt worden war. Es geht demnach um mutmaßliche Körperverletzung, Bedrohung mit einem Messer und einen Verstoß gegen ein Kontaktverbot.

Gegen Høiby beginnt am Dienstag ab 9.30 Uhr in Oslo ein viel beachteter Prozess. Der Sohn der Kronprinzessin aus einer früheren Beziehung ist bisher in 38 Punkten angeklagt - unter anderem wegen Vergewaltigung, Misshandlung in engen Beziehungen, Körperverletzung, Sachbeschädigung sowie Verstößen gegen Besuchsverbote. Insbesondere die Vorwürfe der Sexualdelikte weist er zurück.

Die ersten Vorwürfe waren 2024 laut geworden - seitdem ist ihre Zahl stetig gewachsen. Zuletzt kamen erst vor einigen Wochen sechs weitere Anklagepunkte hinzu: So soll Marius Borg Høiby etwa 3,5 Kilo Marihuana aufbewahrt und transportiert haben und mehrfach zu schnell Motorrad gefahren sein.

Aussagen von mutmaßlichen Opfern und Zeuginnen

Im Sommer 2024 hatte er zugegeben, unter Alkohol- und Kokain-Einfluss gegenüber seiner damaligen Freundin gewalttätig geworden zu sein und Dinge in ihrer Wohnung zerstört zu haben. In einer Stellungnahme berichtete er damals von psychischen Problemen und davon, seit längerem mit Drogenmissbrauch zu kämpfen. Die Ermittler sind sicher, dass er sich eine ganze Reihe an Straftaten zuschulden hat kommen lassen, darunter mehrere Sexualstraftaten nach dem norwegischen Vergewaltigungsparagrafen. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.

Der Prozess soll bis Mitte März andauern. Nach dem Verlesen der Anklageschrift und den Plädoyers am ersten Tag soll Høiby am zweiten Prozesstag zu den Vorwürfen gegen ihn Stellung nehmen. Außerdem kommen mehrere mutmaßliche Opfer und Zeuginnen zu Wort, darunter Ex-Freundinnen des Angeklagten. Es herrschen strenge Vorgaben für die Berichterstattung über die Frauen. Zahlreiche der Aussagen finden hinter verschlossenen Türen statt. Das Medieninteresse ist immens.

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