Abschied mit Wochenende der offenen Türen am 1. und 2. September.
Salzburgs Museumslandschaft ist nach dem 2. September zumindest vorerst um einen Standort ärmer: Das ins Salzburg Museum eingegliederte Barockmuseum am Mirabellplatz wird nach 39 Jahren geschlossen. Ursprünglich war dieser Schritt für Jahresende angekündigt worden, aus logistischen Gründen werde das Gebäude aber schon jetzt geräumt, sagte Salzburg-Museum-Sprecherin Tanja Petritsch am 22. August zur APA.
Sonderausstellung bis Anfang September
Die zurzeit laufende Sonderausstellung läuft am 2. September aus. Die Sammlung mit Schwerpunkt Entwürfe europäischer Kunst aus dem 17. und 18. Jahrhundert wird dann in Depots übersiedelt, was eben in dieser Jahreszeit sinnvoller sei als im Winter. Außerdem spare man so Betriebskosten für die Räumlichkeiten in der Orangerie des Mirabellgartens, so Petritsch. Mit den Beständen sollen die Winter-Ausstellungen sowie eine von sechs Sommer-Ausstellungen im neuen "Dom-Quartier" organisiert werden. In diesem musealen Rundgang über Dom, Dommuseum, St. Peter, Wallistrakt der Universität, Franziskanerkirche, Residenzgalerie und zurück in den Dom soll ab Herbst 2013 vor allem die Barockstadt Salzburg dargestellt werden.
Tage der offenen Türen
Das Barockmuseum wird sich mit einem Wochenende der offenen Türen am 1. und 2. September verabschieden. Was mit dem Gebäude geschieht, das sich im Eigentum der Stadt Salzburg befindet, ist noch offen. Salzburgs Museumsreferent LHStv. Wilfried Haslauer (V) möchte, dass sich hier ein seit langem geplantes Sound-of-Music-Museum ansiedeln kann, Kultur- und Finanzreferent LHStv. David Brenner (S) möchte dies allerdings auf der Festung Hohensalzburg einquartieren.
Die Kultur-Highlights des Jahres 2012
Kunsthalle Wien 2013/14: Von Thomas Bernhard bis Constantin BrancusiVon Thomas Bernhard bis Constantin Brancusi reichen die Pläne, die der neue Leiter der Kunsthalle Wien, Nicolaus Schafhausen am 10. Jänner bekannt gegeben hat. Ein reduziertes, eher divers wirkendes Programm, das mit dem in den Presseunterlagen formulierten "prägnanten Profil" ("Thematische Gruppenausstellungen, Einzelpräsentationen internationaler KünstlerInnen, Retrospektiven bekannter VertreterInnen der Gegenwartskunst sowie Ausstellungen bislang noch weniger bekannter KünstlerInnen") noch nicht viel zu tun hat. In-Künstler findet man im Gegensatz zu früher nicht. Schafhausen: "Es geht selbstverständlich nicht um die Replizierung von Trends, sondern um die Kenntnis der Diskurslage."
© Stephan Wyckoff
Schnörkellos-leichter "Figaro" im neuen Festspielhaus ErlBot der Eröffnungsfestakt am 26. Dezember noch eine wilde Mischung aus Donizetti und Bartok, so hatte das neue Festspielhaus in Erl seine wahre Feuertaufe mit Mozarts "Le Nozze di Figaro" zu bestehen. Gustav Kuhn startete das Opernprogramm der ersten Winterfestspiele im kleinen Tiroler Dorf in seiner bewährten Doppelfunktion als Regisseur und Dirigent mit einer schnörkellosen Da Ponte-Produktion. Dabei strich der Maestro die Stärken dieses architektonischen und vor allem akustisch gelungenen neuen Festspielhauses heraus. Allgemeine Jubelsalven für Kuhn und seine vorwiegend jungen Sänger nach einem langen Mozart-Abend.
© tirolerfestspiele.at
Staatsoper: Salzburger "Ariadne auf Naxos" als Wiener Erfolg Kommt der Prophet nicht zum Berg, kommt der Berg zum Propheten: Nach der dissensbedingten Absage von Dirigent Franz Welser-Möst, der 2013 bei den Salzburger Festspielen mit Sven-Eric Bechtolf die "Cosi fan tutte" hätte inszenieren sollen, feierte am Mittwochabend (19. Dezember) die "Ariadne auf Naxos" der heurigen Festspiele in der Wiener Staatsoper ihre umjubelte Premiere - mit Welser-Möst am Pult und Sven-Eric Bechtolf als Regisseur. Vornehmlich auf sängerischer Ebene bot der begeistert aufgenommene Abend einige echte Entdeckungen.
© APA/HERBERT P. OCZERET