Sizilianisches Ostern in Salzburg

Osterfestspiele

Sizilianisches Ostern in Salzburg

Christian Thielemann, der zu Silvester in Dresden gern Lehar dirigiert, hat als neuer künstlerischer Leiter der Salzburger Osterfestspiele ab 2013 die Absicht, das Programm durchaus touristenfreundlich aufzulockern und mit Stücken zu überraschen, die man ihm als Spezialisten für Wagner und Richard Strauss kaum zutraut.

Letztere beiden Komponisten bilden allerdings das Zentrum seiner ersten zwei Osterfestspiele. 2013, im Wagner-Jahr (200. Geburtstag), steht Parsifal auf dem Programm, die Besetzung der männlichen Hauptrollen steht schon fest. Johan Botha singt die Titelrolle, Stephen Milling den Gurnemanz, Wolfgang Koch den Amfortas, Michael Schulz inszeniert. Zu Ostern 2014 bringt Thielemann Strauss’ Arabella und im Jahr darauf, 2015, Cavalleria rusticana im Doppel mit Leoncavallos Der Bajazzo. Niemand sollte bezweifeln, dass Cavalleria rusticana bei den Salzburger Osterfestspielen Sinn macht. Die Handlung der Mascagni-Oper ereignet sich am Ostermorgen, sogar eine typisch sizilianische Osterprozession findet auf der Bühne statt.

Alle Inszenierungen haben in Salzburg Premiere und übersiedeln dann an die Oper in Dresden. Deren Staatskapelle ist ab 2013 zu Ostern das Salzburger Festivalorchester.

Heuer wird zum letzten Mal Simon Rattle das Salzburger Osterprogramm dominieren. Er führt mit den Berliner Philharmonikern Bizets Carmen auf, ehe das Orchester und sein Chef künstlerisch nach Baden-Baden emigrieren.

Autor: lö
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