Bis 20. 5 zeigt das Wien Museum Mode als Spiegel der Lifestyle-Avantgarde.
Katarina Noever war Fotomodel für "Diana mit Menthol", Mitbegründerin des Einrichtungs- und Designgeschäfts "Section N" und ist nach wie vor stilsichere Modesammlerin: Das Wien Museum gewährt im Rahmen einer Ausstellung nun gewissermaßen Einblicke in den Kleiderschrank einer Repräsentantin von Wiens Lifestyle-Avantgarde der 1960er und 1970er Jahren.
Mode im Zentrum
Zu sehen sind Kleider, Kostüme, Jacken und Accessoires zwischen No-Name-Labels und internationalen Marken, in denen sich "Haltung, Entdeckerfreude und Enthusiasmus für Formen und Qualität" ausdrücken, wie Direktor Wolfgang Kos am Mittwoch in einem Pressegespräch schwärmte. Im Jahr 2009 kaufte das Wien Museum insgesamt 187 Objekte aus dem Besitz Noevers. In der Schau "Mehr als Mode - Die Sammlung Katarina Noever", die ab 2. Februar bis zum 20. Mai läuft, seien mehr als ein Drittel der Erwerbungen zu sehen, sagte Kuratorin Regina Karner. Die Textilien sind dabei nach Tages-, Abend- und Sommermode gruppiert.
Noever m nationalen Gedächtnis
Einer breiteren Gesellschaftsschicht war sie zumindest zwischenzeitlich einigermaßen bekannt. Schließlich werkte Noever als vielbeschäftigtes Fotomodel. Vor allem als mit Pfeil und Bogen ausgestattete Werbefigur für den Franzbranntwein "Diana mit Menthol" dürfte sie sich ins kollektive Gedächtnis der Österreicher eingebrannt haben. An diese biografische Station Noevers wird man im Wien Museum dank ausgewählter Fotografien ebenfalls erinnert.
Info
"Mehr als Mode - Die Sammlung Katarina Noever" im Wien Museum, 4., Karlsplatz; vom 2.2 bis 20. 5. Nähere Informationen erhalten Sie auch unter www.wienmuseum.at.
Die Kultur-Highlights des Jahres 2012
Kunsthalle Wien 2013/14: Von Thomas Bernhard bis Constantin BrancusiVon Thomas Bernhard bis Constantin Brancusi reichen die Pläne, die der neue Leiter der Kunsthalle Wien, Nicolaus Schafhausen am 10. Jänner bekannt gegeben hat. Ein reduziertes, eher divers wirkendes Programm, das mit dem in den Presseunterlagen formulierten "prägnanten Profil" ("Thematische Gruppenausstellungen, Einzelpräsentationen internationaler KünstlerInnen, Retrospektiven bekannter VertreterInnen der Gegenwartskunst sowie Ausstellungen bislang noch weniger bekannter KünstlerInnen") noch nicht viel zu tun hat. In-Künstler findet man im Gegensatz zu früher nicht. Schafhausen: "Es geht selbstverständlich nicht um die Replizierung von Trends, sondern um die Kenntnis der Diskurslage."
© Stephan Wyckoff
Schnörkellos-leichter "Figaro" im neuen Festspielhaus ErlBot der Eröffnungsfestakt am 26. Dezember noch eine wilde Mischung aus Donizetti und Bartok, so hatte das neue Festspielhaus in Erl seine wahre Feuertaufe mit Mozarts "Le Nozze di Figaro" zu bestehen. Gustav Kuhn startete das Opernprogramm der ersten Winterfestspiele im kleinen Tiroler Dorf in seiner bewährten Doppelfunktion als Regisseur und Dirigent mit einer schnörkellosen Da Ponte-Produktion. Dabei strich der Maestro die Stärken dieses architektonischen und vor allem akustisch gelungenen neuen Festspielhauses heraus. Allgemeine Jubelsalven für Kuhn und seine vorwiegend jungen Sänger nach einem langen Mozart-Abend.
© tirolerfestspiele.at
Staatsoper: Salzburger "Ariadne auf Naxos" als Wiener Erfolg Kommt der Prophet nicht zum Berg, kommt der Berg zum Propheten: Nach der dissensbedingten Absage von Dirigent Franz Welser-Möst, der 2013 bei den Salzburger Festspielen mit Sven-Eric Bechtolf die "Cosi fan tutte" hätte inszenieren sollen, feierte am Mittwochabend (19. Dezember) die "Ariadne auf Naxos" der heurigen Festspiele in der Wiener Staatsoper ihre umjubelte Premiere - mit Welser-Möst am Pult und Sven-Eric Bechtolf als Regisseur. Vornehmlich auf sängerischer Ebene bot der begeistert aufgenommene Abend einige echte Entdeckungen.
© APA/HERBERT P. OCZERET