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Royaler Hype

Charles: Mittwoch in Österreich

Prinz Charles und Camilla sorgen ab Mittwoch für Wirbel in Österreich.

Die Straßen gesäumt von Schaulustigen. Absperrungen, die niedergerissen werden. Ein Festdinner mit 650 geladenen Gästen im Wiener Rathaus. Vor fast genau 31 Jahren besuchte Prinz Charles, damals noch mit Lady Di, das letzte Mal Österreich und versetzte die Stadt in Ausnahmezustand.

Mittwoch kommt der britische Thronfolger nun erneut zu einem 48-stündigen Blitzbesuch nach Österreich, aber diesmal dürfte es deutlich ruhiger werden. Selbst den Bürgermeister wird Charles diesmal nicht treffen (1986 war er noch unter dem Jubel Tausender mit Helmut Zilk über den Graben flaniert). Das Programm:

  • Mittwoch, 15.30 Uhr: Landung in Wien. Charles landet mit Ehefrau Camilla am General Aviation Terminal des Wiener Flug­hafens. Während 1986 Bundes­präsident Rudolf Kirchschlä­ger den britischen Thronfolger vom Flughafen abholte, rückt diesmal Staatssekretärin Muna Duzdar aus.

  • 17 Uhr: Präsidentschaftskanzlei. Vom Flughafen geht es in die Hofburg, wo das Prinzenpaar Bundespräsident Alexander Van der Bellen und seine Ehefrau Doris Schmidauer trifft. Ein Thema: der Brexit.

  • 17.45 Uhr: Kanzleramt. Char­les und Camilla treffen Kanzler Christian Kern. Danach geht es zum gemeinsamen Staatsbankett. Die Gästeliste und ebenso der Ort, wo das Prinzenpaar nächtigen wird, sind noch streng geheim. Fix allerdings beim Galadinner dabei: Grande Dame Dagmar Koller, die Charles schon 1986 in Wien traf.

  • Donnerstagvormittag: Musik­verein. Besuch einer Probe der Wiener Philharmoniker im Musikverein. Auf Wunsch der Royals werden dann Originalmanuskripte von Mozart und Brahms besichtigt.

  • Donnerstagmittag: Heuriger. Auf geht es für das künftige britische Königspaar nach Döbling zum Mittagessen beim Heurigen Obermann. „Charles ist auch Biobauer. Er möchte etwas über unseren Betrieb und den Wiener Weinbau erfahren“, erklärt Inhaber Martin Obermann in ÖSTERREICH (siehe Interview).

  • Donnerstag: Hofreitschule und OSZE. Nach einem Besuch in der Spanischen Hofreitschule wird der älteste Sohn von Königin Eli­sabeth II. bei der OSZE über moderne Sklaverei und Religionsfreiheit dis­kutieren. Am Abend geht es dann wieder zurück nach London.

Wiener Weinbauer Obermann: "Royals kommen in meinen Heurigen"

ÖSTERREICH: Wie ist Prinz Charles auf Sie gekommen?

Martin Obermann:
Er hatte bestimmte Vorgaben, die Botschaft hat dann sondiert. Die waren zwei- bis dreimal bei uns, haben quasi vor­gekostet und fanden wohl, dass wir einen Besuch wert sind. Das ist eine schöne Erfahrung für uns.

ÖSTERREICH:
Was ist geplant am Donnerstag?

Obermann:
Der Besuch soll 50 Minuten dauern. Charles ist auch Biobauer. Er möchte etwas über unseren Betrieb und den Wiener Weinbau erfahren, wie den berühmten Gemischten Satz.

ÖSTERREICH:
Was erwarten Sie sich vom hohen Besuch?

Obermann:
Ich freue mich, bin aber auch angespannt. Ein gemeinsames Foto erwarte ich mir mindestens.