Tatort

Ungelöster Wiener Terror-Fall

von
Adele Neuhauser und Harald Krassnitzer
© ORF
Obwohl sie ihren Fall nicht lösten, ermitteln Krassnitzer und Neuhauser jetzt öfter.
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So etwas gefällt unseren deutschen Nachbarn ganz und gar nicht: „Zum fünften Mal ist den Wiener Ermittlern ein Täter durch die Lappen gegangen“, zieht das Massenblatt Bild Bilanz zum Austro-Tatort Zwischen den Fronten vom Sonntag. Und weiter. „Das Ermittler-Duo Moritz Eisner und Bibi Fellner waren zwar auf der richtigen Spur. Am Ende konnten sie jedoch den Täter nicht festnehmen.“

Außerdem mokiert sich das Blatt darüber, dass Kommissarin Fellner (Adele Neuhauser) ihre Pistole in der Handtasche aufbewahrt.

Zwiespältig fallen die Kritiken zum jüngsten Fall des unkonventionellen Wiener Ermittler-Duos aus. „Die Österreicher mischen den Tatort auf“, schreibt die Frankfurter Allgemein Zeitung und kommt zum Schluss: „Nicht jede Rolle ist hier glücklich besetzt, aber Krassnitzer und Neuhauser geben ihr Bestes, und auch Alfred Dorfer als Staatssicherheitschef spielt sich eindrucksvoll durch den Fall.“ Der Stern meint: Der Wiener Tatort verheddert sich in seinen Erzählsträngen und scheitert an seinen Ansprüchen.

Im Schnitt 992.000 Zuschauer im ORF (plus 129.000 Austro-Fans bei der ARD) verzeichnete der von Harald Sicheritz inszenierte Tatort. In Deutschland waren es 8,57 Mio. Ab 2013 gibt es für das Duo Krassnitzer/Neuhauser alle zwei Jahre drei statt zwei Tatort-Einsätze.

Die Kultur-Highlights des Jahres 2012


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Kunsthalle Wien 2013/14: Von Thomas Bernhard bis Constantin Brancusi

Kunsthalle Wien 2013/14: Von Thomas Bernhard bis Constantin BrancusiVon Thomas Bernhard bis Constantin Brancusi reichen die Pläne, die der neue Leiter der Kunsthalle Wien, Nicolaus Schafhausen am 10. Jänner bekannt gegeben hat. Ein reduziertes, eher divers wirkendes Programm, das mit dem in den Presseunterlagen formulierten "prägnanten Profil" ("Thematische Gruppenausstellungen, Einzelpräsentationen internationaler KünstlerInnen, Retrospektiven bekannter VertreterInnen der Gegenwartskunst sowie Ausstellungen bislang noch weniger bekannter KünstlerInnen") noch nicht viel zu tun hat. In-Künstler findet man im Gegensatz zu früher nicht. Schafhausen: "Es geht selbstverständlich nicht um die Replizierung von Trends, sondern um die Kenntnis der Diskurslage."

© Stephan Wyckoff

Schnörkellos-leichter "Figaro" im neuen Festspielhaus Erl

Schnörkellos-leichter "Figaro" im neuen Festspielhaus ErlBot der Eröffnungsfestakt am 26. Dezember noch eine wilde Mischung aus Donizetti und Bartok, so hatte das neue Festspielhaus in Erl seine wahre Feuertaufe mit Mozarts "Le Nozze di Figaro" zu bestehen. Gustav Kuhn startete das Opernprogramm der ersten Winterfestspiele im kleinen Tiroler Dorf in seiner bewährten Doppelfunktion als Regisseur und Dirigent mit einer schnörkellosen Da Ponte-Produktion. Dabei strich der Maestro die Stärken dieses architektonischen und vor allem akustisch gelungenen neuen Festspielhauses heraus. Allgemeine Jubelsalven für Kuhn und seine vorwiegend jungen Sänger nach einem langen Mozart-Abend.

© tirolerfestspiele.at

Staatsoper: Salzburger "Ariadne auf Naxos" als Wiener Erfolg

Staatsoper: Salzburger "Ariadne auf Naxos" als Wiener Erfolg Kommt der Prophet nicht zum Berg, kommt der Berg zum Propheten: Nach der dissensbedingten Absage von Dirigent Franz Welser-Möst, der 2013 bei den Salzburger Festspielen mit Sven-Eric Bechtolf die "Cosi fan tutte" hätte inszenieren sollen, feierte am Mittwochabend (19. Dezember) die "Ariadne auf Naxos" der heurigen Festspiele in der Wiener Staatsoper ihre umjubelte Premiere - mit Welser-Möst am Pult und Sven-Eric Bechtolf als Regisseur. Vornehmlich auf sängerischer Ebene bot der begeistert aufgenommene Abend einige echte Entdeckungen.

© APA/HERBERT P. OCZERET

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