Sexualforscherin über unser Liebesleben
Corona-Flaute: 30 % weniger Sex
Wien. Die Pandemie verfolgt uns bis ins Schlafzimmer. Soziologin und Sexualpädagogin Barbara Rothmüller – sie forscht an der Sigmund-Freud-Privatuni – erkundete unser Liebesleben in Coronazeiten:
Weniger Lust
30 %, also fast ein Drittel der Befragten (2.000 Interviews in Österreich), sagen, die Lust auf Sex hat sich im Herbst-Lockdown verringert. 17 % erlebten eine Steigerung.
One-Night-Stands und virtuelle Erotik
Drei Prozent hatten während des Lockdowns Sex mit einer fremden Person. Jeder Vierte lebte seine Fantasien im Lockdown (auch) digital aus. 87 % versendeten „sexuelle Nachrichten“, 41 % verschickten Nacktfotos, 12 % nahmen „sexuelle Videos“ für jemanden auf. Bei diesen Aktionen hat jeder Fünfte „nicht auf die digitale Sicherheit geachtet“.
Liebestöter Sex
20 % der Österreicher sagen laut Umfrage, sie seien so gestresst, dass sie keine Zeit für Sex oder Intimität hatten.
Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden