Weil leere Floskeln nicht reichen.
Diese sechs Frauen engagieren sich, ähnlich wie Greta Thunberg, mit Nachdruck und Courage für die Rettung der Welt. Lassen auch Sie sich inspirieren …
6 Frauen, die inspirieren
Daria DariaInsta-Stimme der Vernunft. Mit ihrem Blog „dariadaria“ bewegt
die 29-Jährige längst über die Grenzen des Landes: Madeleine Alizadeh ist eine der bekanntesten österreichischen Influencerinnen und das, obwohl sie in ihrer Themenwahl gegen den Social-Media-Mainstream schwimmt. Doch das war nicht immer so – Alizadeh begann ihre digitale Karriere mit einem Lifestyle-Blog. Irgendwann erlitt sie ein Burn-out durch den Druck, der durch Social Media und die Aufrechterhaltung eines vermeintlich perfekten Lebens entstand. Madeleine Alizadeh fand nach einiger Zeit wieder zu sich, verlegte ihren Fokus auf Themen wie Nachhaltigkeit und Achtsamkeit. Jeder ihrer Beiträge enthält Empfehlungen und gelebte Erfahrungen darüber, wie man die Welt ein Stück weit besser, müllfreier, sozialer machen kann, ohne jemals in besserwisserisches Pathos zu verfallen.
© Stefan Fürtbauer
Leeanne WaltersErin Brockovich der 2010er-Jahre. Als LeeAnne Walters auffiel, dass ihre Kinder nach dem Baden ständig rote Pusteln bekamen und die Behörden sich ratlos zeigten, begann sie auf eigene Faust zu recherchieren. Dabei brachte die vierfache Mutter einen unglaublichen Skandal in die Medien: Ihre Heimatstadt Flint (Michigan, USA) wollte Geld sparen – wofür Trinkwasser ab dem Sommer 2014 aus einem Fluss abgezapft wurde. Doch die Wasseraufbereitungsanlage konnte das Wasser nicht entsprechend den Trinkwasservorschriften aufbereiten. Das aggressive Wasser löste Blei aus alten Leitungen, weshalb viele Bürger krank wurden. Die Bewohner hatten schon lange geklagt, das stinkende und trübe Wasser löse Hautausschlag, Erbrechen und Haarausfall aus, doch niemand reagierte. Bis heute ist das Problem in der Stadt nicht gelöst, Walters vertritt mittlerweile viele ihrer Mitbürger. Ihr Engagement war dem renommierten Goldman-Umweltpreis 2018 eine Auszeichnung wert.
© Getty Images
Katharina RogenhoferKampf für das Klima. Die 25-jährige Neochefin des österreichischen Klimavolksbegehrens ist ein großer Fan von Greta Thunberg. Im Zuge eines UN-Praktikums lernte sie die 16-Jährige beim Klimagipfel im polnischen Katowice kennen und ließ sich von ihr dazu inspirieren, die „Fridays For Future“ nach Wien zu holen. Anfangs protestierte bei den heimischen Klimastreiks nur eine Handvoll Studierende. Doch die Mobilisierung funktionierte: Am 15. März gingen allein in Wien – je nach Zählung – 10.500 bis 30.000 Teilnehmer auf die Straße. Ein unglaublicher Erfolg für Rogenhofer, deren Herz den Demonstrationen zwar weiterhin treu bleibt, die sich nun jedoch verstärkt dem Klimavolksbegehren widmet, wofür demnächst die Unterstützungserklärungen gesammelt werden.
© Moni Fellner