Risikogruppen meiden

Coronavirus: Wie Junge jetzt Senioren schützen können

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Das Coronavirus verlangt der österreichischen Gesellschaft kollektive Maßnahmen ab: Unser aller Ziel sollte es sein, die Infektionskurve so flach wie möglich zu halten. Wenn die Ausbreitung des Virus gedrosselt werden kann, schützen wir nicht nur uns selbst, sondern insbesondere auch die Risikogruppen. Zu dieser zählen vor allem Senioren und Vorerkrankte.

Maßnahmen

Durch die Reduktion sozialer Kontakte sollen auch junge Menschen dafür sorgen, dass Ältere geschützt werden. Wer soziale Kontakte in den kommenden Wochen reduziert, könne jetzt einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft leisten, so die österreichische Regierung.

Die Inkubationszeit des Coronaviurs - der Zeitraum zwischen Infektion und Beginn von Symptomen - beträgt in der Regel nach derzeitigem Stand bis zu 14 Tage. Das bedeutet, dass man während diesen Zeitraums zahlreiche andere Menschen anstecken kann - und je mehr Sozialkontakte, desto größer das Risiko für andere.

In etwa einem von fünf Fällen kommt es zu einem schwereren Verlauf. Patienten bekommen unter anderem Atemprobleme oder eine Lungenentzündung. Betroffen sind zumeist Menschen aus Risikogruppen wie Krebskranke in Chemotherapie, alte Menschen und solche mit Vorerkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder auf Diabetes zurückgehenden Organschäden.

Besuche von älteren Verwandten reduzieren

Hauptüberträgergruppe seien Menschen zwischen 14 und 30 Jahren. Wer also ältere oder sogar kranke Familienmitglieder und Bekannte ohne dringenden Grund besucht, kann diese unter Umständen in große Gefahr bringen. Statt diese zu besuchen, sollten Sie lieber in engem telefonischen Kontakt mit Ihnen bleiben. Da Senioren lieber zuhause sein sollten, um die Ansteckungsgefahr zu reduzieren, können Junge sie unterstützen, indem sie Einkäufe und Erledigungen für sie übernehmen. Bitte bei der Übergabe der Einkäufe auf Distanz gehen - am besten vor die Tür legen. Bei Schulschließungen sollten auch nicht die Großeltern zum Aufpassen ihrer Enkel eingeteilt werden.

"Team Österreich"

Gesundheitsminister Anschober rief die gesamte Bevölkerung zur Teilnahme an den Präventionsmaßnahmen auf: "In Wirklichkeit geht es um Solidarität", rief der Gesundheitsminister auch die nicht Gefährdeten dazu auf, die Kontakte zu reduzieren. Und angesichts zahlreicher Rückmeldungen aus der Bevölkerung (etwa, dass bereits auf Feste verzichtet werde) ortete Anschober auch Verständnis und Mithilfe: "Es ist etwas im Entstehen wie ein neues 'Team Österreich'."

Auch Innenminister Karl Nehammer hofft auf die Mitarbeit der Bevölkerung: "Jeder kann durch kleine Einzelschritte dazu beitragen." Auch er und seine Familie würden nun auch auf das wochenendliche familiäre Zusammentreffen mit seinen Eltern verzichten, verwies er auf ein persönliches Beispiel. Es gelte, "die Familie zu schützen".

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