Marija, Jekaterina & Nadeschda
3 Frauen gegen Putin
Während andere Kinder in ihrem Alter von schönen Puppen und tollen Legosteinen träumen, hat die vierjährige Gera nur einen Wunsch: Ihre Mama aus dem Gefängnis zu befreien. Ein schwieriges Unterfangen, nicht nur für eine Vierjährige, denn Geras Mama ist die schöne „Pussy Riot“-Aktivistin Nadeschda Tolokonnikowa. Eine der drei verurteilten Frauen, die mit ihrem Protest vor wenigen Monaten den russischen Präsidenten Wladimir Putin herausgefordert hatten. Ein Kampf wie David gegen Goliath, der für „Pussy Riot“ folgenschwer endete.
Rückblick
Der 21. Februar 2012 war ein verhängnisvoller Tag für Marija Aljochina (24), Jekaterina Samuzewitsch (30) und Nadeschda Tolokonnikowa (22). Gemeinsam mit zwei weiteren Bandkolleginnen legten sie inmitten der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale eine Performance hin. In einem „Punk-Gebet“ protestieren die Frauen mit Parolen wie „Mutter Gottes, heilige Jungfrau, verjage Putin“ gegen den russischen Staatschef Wladimir Putin. Die jungen Frauen wollten, wie schon unzählige Male zuvor, auf die Missstände in ihrem Heimatland aufmerksam machen. Als schlimmste Konsequenz rechnete man mit einer Strafe von 1500 Rubel, etwa 40 Euro. Doch das Video ihres Auftritts raste im Internet um die Welt – und sorgte für Aufsehen. Eine Tatsache, die dem kontrollsüchtigen Staatschef nicht zu schmecken schien, denn kurze Zeit später wurde gegen drei der fünf Punkerinnen Anklage erhoben. Wegen „Rowdytums aus religiösem Hass“ mussten sich „Pussy Riot“ plötzlich vor Gericht verantworten.
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