Limit-Ignoranten

170 km/h in der Stadt: Rekord-Raser hielten Polizei in Atem

Gleich drei Extrem-Raser gingen der Polizei in Wien ins Netz - dabei kam es auch zu gefährlichen Szenen, als etwa ein Afghane (19) auf die Beamten zuraste.

Wien. Es war in der Nacht auf Samstag um 0.45 Uhr, als im Zuge eines Planquadrates auf Heiligenstädter Straße ein Audi mit einer Geschwindigkeit von zunächst "nur" 78 km/h gemessen wurde. Als die Polizei versuchte, den Pkw anzuhalten, fuhr der Lenker direkt auf einen Beamten zu - und verriss der Lenker das Fahrzeug erst im allerletzten Moment nach links und wich über die Gegenfahrbahn aus. Bei der unausweichlichen Verfolgungsjagd beschleunigte der junge Bleifuß im Stadtgebiet auf 170 km/h - und entkam vorerst.

Rund eine Stunde später wurde das Fahrzeug von einer weiteren Funkwagenbesatzung wiedererkannt. Erneut entzog sich der Lenker
der Anhaltung. Im Zuge der neuerlichen Verfolgung wurden Geschwindigkeiten von bis zu 160 km/h gemessen. Da der Audi-Raser über gefährlich Zickzack fuhr, mussten im Bereich eines Lokals mehrere Personen zur Seite springen, um einen Zusammenstoß zu verhindern. Wenig später konnte der Afghane endlich am Unteren Schreiberweg angehalten und festgenommen werden. Er wurde straf- und verwaltungsrechtlich angezeigt.

Am selben Samstag um 16 Uhr: Bei Lasermessungen auf der Sofie-Lazarsfeld-Straße fiel ein VW auf, der mit 121 statt der erlaubten 50 km/h mehr als recht flott unterwegs war. Die Polizisten versuchten daraufhin, den Lenker mittels deutlicher Anhaltezeichen zum Stopp zu bewegen - der wendete jedoch sein Auto mitten auf der Fahrbahn und raste zuerst stadteinwärts und dann Richtung Schwechat davon, wobei er bis zu 160 Sachen beschleunigte. In der Plankenwehrstraße stellte der Lenker das Fahrzeug schließlich ab und
versuchte, sich zu Fuß von der Örtlichkeit zu entfernen. Die Beamten konnten den Österreicher mit asiatischen Wurzeln letztendlich einholen. Der 21-Jährige gab an, aus Angst vor der Polizei überreagiert zu haben. Ihm wurde der Führerschein vorläufig abgenommen.

Der dritte Fall ereignete sich am Vormittag in der Leberstraße im 3. Bezirk: Dort wurde in einer 30er-Zone ein Fahrzeug mit einer Geschwindigkeit von 104 km/h gemessen, was nach Abzug der Messtoleranz einer Überschreitung von 68 km/hentspricht. Es wird ein Führerscheinentzugsverfahren eingeleitet. Darüber hinaus droht ihm wie auch den anderen beiden Rasern eine Beschlagnahme des Fahrzeuges.

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