Hipp-Rückruf

Babybrei-Alarm: Darum ist Rattengift so tückisch

Die Symptome treten erst nach zwei bis fünf Tagen auf.

Dass in einem Babykostgläschen in einer burgenländischen Supermarkt-Filiale Rattengift nachgewiesen worden ist, hat am Wochenende österreichweit Unsicherheit und Sorge vor allem bei Eltern von Kleinkindern ausgelöst. Rattengift hat eine tückische Wirkung - die Symptome treten erst zwei bis fünf Tage nach der Aufnahme ein, warnte die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) am Sonntag.

Rattengifte enthalten unterschiedliche Wirkstoffe mit entsprechend unterschiedlichen gesundheitlichen Auswirkungen. Der am häufigsten verwendete Wirkstoff ist Bromadiolon, ein sogenannter Vitamin K Antagonist. Dieser hemmt die Wirkung von Vitamin K, das für die Blutgerinnung erforderlich ist, erläuterte die AGES in einer Pressemitteilung.

AGES rät zu Wachsamkeit

Infolge dessen kann es zu einer verminderten Gerinnungsfähigkeit des Blutes kommen. Mögliche Folgen davon sind Zahnfleischbluten, Nasenbluten, blaue Flecken und Blut im Stuhl. Die AGES rät Eltern, die bei ihren Kleinkindern diese Symptome in Verbindung mit extremer Schwäche oder Blässe feststellen, unbedingt einen Arzt oder eine Ärztin aufzusuchen und diese zu informieren, ob ihr Kind zuletzt Babykost zu sich genommen hat.

"Bei entsprechender ärztlicher Behandlung, insbesondere durch die Gabe von Vitamin K, ist die Vergiftung gut behandelbar", betonte die AGES.

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