Start verschoben, 235.000 Grüne Pässe

Chaos um Impfpflicht

Mückstein
© APA/HANS PUNZ
Schwere Geburt: Die Impfpflicht startet mit einer Serie von Rückschlägen.
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Wien. Seit gestern sollte die Impfpflicht in Kraft sein. Die Behörden hätten mit den Kontrollen jedenfalls viel zu tun. Laut Gesundheitsministerium besitzen aktuell knapp 27 % der Bevölkerung kein gültiges Impfzertifikat.

Das Impfen läuft nur stark gebremst weiter, kaum wer lässt sich zum Covid-Schutz überreden. Eine Erstimpfung haben sich gestern nur 1.733 Menschen geben lassen. Parallel dazu gibt es einige Baustellen mit der Pflicht.

Wohl erst ab Dienstag tritt das Gesetz in Kraft

  • Langer Weg. Das Gesetz muss noch einige Schritte durchlaufen, bis es gilt: Morgen (3. Februar) wird der Bundesrat dafür stimmen. Dann muss der Bundespräsident prüfen und unterschreiben, gefolgt vom Bundeskanzler. Nächste Etappe: Es wird im Bundesgesetzblatt veröffentlicht – dann erst wird es offiziell gültig. Voraussichtlicher Termin: 8. Februar. Gestraft wird sowieso erst ab Mitte März.
  • Grüner Pass ungültig. Mit einem Schlag sind gestern 235.000 Impfpässe ungültig geworden. Grund: Die Gültigkeit der Schutzimpfung nach dem zweiten Stich ist von neun auf sechs Monate verkürzt worden. Auch über 200.000 Liftkarten verlieren deswegen – zum Ferienstart – ihre Gültigkeit.
  • Streit an Uni. Die WU Wien will wegen der Impfpflicht nur Geimpfte oder Genesene (2G) in die Hörsäle lassen. Einige Juristen halten das für unzulässig.

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