66-Jähriger verschanzte sich in Wohnung - Zahlreiche Waffen sichergestellt.
Die Delogierung durch einen Gerichtsvollzieher ist am Mittwoch in Wien-Meidling eskaliert und hat einen Großeinsatz der Polizei erforderlich gemacht. Nachdem ein 66-jähriger Mann nicht dazu bewogen werden konnte, die Wohnung in der Münchenstraße freiwillig zu verlassen, musste die EKO Cobra ausrücken. Der Mieter hatte sich in den Räumlichkeiten verschanzt und damit gedroht, sich umzubringen. Durch geschicktes Verhandeln gelang es den Beamten schließlich, den 66-Jährigen zur Aufgabe zu bewegen. Anschließend wurden zahlreiche Waffen sichergestellt.
Begonnen hatte alles im Grunde harmlos: Ein Gerichtsvollzieher sowie eine Angestellte der zuständigen Hausverwaltung suchten den 66-Jährigen in dessen Wohnung auf - dem Mann stand die Delogierung bevor. Im Zuge eines Gesprächs konnte jedoch, wie die Polizei am Donnerstag berichtete, keine Einigung erzielt werden, woraufhin der Mieter aufgefordert wurde, die Wohnung zu verlassen. Dann allerdings begann der Mann seinen beiden Gästen zu drohen, in dem er ihnen mitteilte, im Besitz von Schusswaffen zu sein.
Gerichtsvollzieher und Hausverwaltungsangestellte verständigten nun die Polizei, doch als diese anrückte, verbarrikadierte sich der 66-Jährige in den Räumlichkeiten und sprach weitere Drohungen aus - darunter auch jene, sich umzubringen, sollten die Uniformierten die Wohnung stürmen. Daraufhin wurde das gesamte Haus großräumig abgesperrt. Beamten der Verhandlungsgruppe des Landeskriminalamtes Wien gelang es schließlich, den Mann davon zu überzeugen, dass er aufgeben sollte. Nach seiner Festnahme wurden in der Wohnung etliche Gewehre samt Munition sichergestellt.
Die Kultur-Highlights des Jahres 2012
Kunsthalle Wien 2013/14: Von Thomas Bernhard bis Constantin BrancusiVon Thomas Bernhard bis Constantin Brancusi reichen die Pläne, die der neue Leiter der Kunsthalle Wien, Nicolaus Schafhausen am 10. Jänner bekannt gegeben hat. Ein reduziertes, eher divers wirkendes Programm, das mit dem in den Presseunterlagen formulierten "prägnanten Profil" ("Thematische Gruppenausstellungen, Einzelpräsentationen internationaler KünstlerInnen, Retrospektiven bekannter VertreterInnen der Gegenwartskunst sowie Ausstellungen bislang noch weniger bekannter KünstlerInnen") noch nicht viel zu tun hat. In-Künstler findet man im Gegensatz zu früher nicht. Schafhausen: "Es geht selbstverständlich nicht um die Replizierung von Trends, sondern um die Kenntnis der Diskurslage."
© Stephan Wyckoff
Schnörkellos-leichter "Figaro" im neuen Festspielhaus ErlBot der Eröffnungsfestakt am 26. Dezember noch eine wilde Mischung aus Donizetti und Bartok, so hatte das neue Festspielhaus in Erl seine wahre Feuertaufe mit Mozarts "Le Nozze di Figaro" zu bestehen. Gustav Kuhn startete das Opernprogramm der ersten Winterfestspiele im kleinen Tiroler Dorf in seiner bewährten Doppelfunktion als Regisseur und Dirigent mit einer schnörkellosen Da Ponte-Produktion. Dabei strich der Maestro die Stärken dieses architektonischen und vor allem akustisch gelungenen neuen Festspielhauses heraus. Allgemeine Jubelsalven für Kuhn und seine vorwiegend jungen Sänger nach einem langen Mozart-Abend.
© tirolerfestspiele.at
Staatsoper: Salzburger "Ariadne auf Naxos" als Wiener Erfolg Kommt der Prophet nicht zum Berg, kommt der Berg zum Propheten: Nach der dissensbedingten Absage von Dirigent Franz Welser-Möst, der 2013 bei den Salzburger Festspielen mit Sven-Eric Bechtolf die "Cosi fan tutte" hätte inszenieren sollen, feierte am Mittwochabend (19. Dezember) die "Ariadne auf Naxos" der heurigen Festspiele in der Wiener Staatsoper ihre umjubelte Premiere - mit Welser-Möst am Pult und Sven-Eric Bechtolf als Regisseur. Vornehmlich auf sängerischer Ebene bot der begeistert aufgenommene Abend einige echte Entdeckungen.
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