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Chronik

Der Rekord-Herbst 2006

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Hohe Temperaturen und viel Sonne zeichnen den wärmsten Herbst seit Beginn der meteorologischen Messungen aus.

Heute geht der in großen Teilen Österreichs wärmste Herbst seit Beginn regelmäßiger meteorologischer Messungen zu Ende.

September bis November
Kurz nach Beginn des Novembers gab es zwar einen markanten Kaltlufteinbruch, der aber nur drei bis fünf deutlich zu kalte Tage mit sich brachte. Sehr häufig waren dagegen warme Hochdruck- und Südwestwetterlagen.

2,5 Grad über dem Durchschnitt
Aus drei derart milden Monaten entstand zwangsläufig in weiten Teilen Österreichs der Rekordherbst 2006 mit Temperaturmittelwerten, die verbreitet 1,5 bis 2,5 Grad C über dem langjährigen Durchschnitt liegen werden.

Die Herbstmitteltemperaturen der Landeshauptstädte (Grad Celsius):
(Quelle: Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik - ZAMG)

Herbst 2006

Bisheriger Rekordherbst

Bregenz: 12,4

11,4 (1987)

Innsbruck: 10,9

10,4 (1987)

Salzburg: 11,7

10,9 (1987)

Linz: 11,2

10,8 (1942)

St. Pölten: 11,5

10,7 (1987)

Wien: 12,5

11,8 (2000)

Eisenstadt: 12,4

12,1 (1947)

Graz: 11,4

11,6 (2000)

Klagenfurt: 9,9

10,3 (2000)

33,7 Grad in Villach
Graz und Klagenfurt ausgenommen, war dieser Herbst weit wärmer als je zuvor in der Vergangenheit. Dabei sollte aber die unterschiedliche Länge der Messreihen nicht übersehen werden. Die absolut höchste Temperatur dieses Herbstes wurde am 4. September mit 33,7 Grad in Villach erreicht. -9,5 Grad vom 5. November aus Seefeld stehen als absolut tiefster Wert zu Buche.

Niederschlag
Nur im November wurden in kleineren Teilen Österreichs übernormale Niederschlagsmengen gemessen. Dementsprechend ist der Herbst 2006 besonders im Süden und Osten Österreichs, aber auch in Teilen Nordtirols sowie im Mühl- und Waldviertel, mit nur 40 bis 80 Prozent der Normalmengen trocken verlaufen. Im Nordosten Niederösterreichs fielen sogar etwas weniger als 40 Prozent. Im übrigen Österreich vom Bodensee ostwärts bis zum Schneeberg entsprachen die Niederschlags-mengen annähernd den Normalwerten.

Viel Sonne
Maximal 557 Sonnenstunden in Graz (normal 413) und minimal 439 in Bregenz (normal 337) sind die Extrema in der diesbezüglichen Rangliste der Landeshauptstädte und zeigen, wie sonnig dieser Herbst in Österreich verlaufen ist. In Prozenten des Normalwertes führt Linz mit 146 Prozent (459 statt normal 314 Sonnenstunen), relativ trüb war es in Innsbruck mit 114 Prozent (515 statt normal 452 Stunden). Mit 533 Sonnenstunden (144 Prozent von normal 371) liegt Wien knapp hinter der Spitze.

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