Offenbar gibt es keine Einbruchsspuren - das Opfer muss den oder die Täter in die Deluxe-Wohnung in der Linzer City gelassen bzw. gut gekannt haben. Wenig spricht für eine Home Invasion, vielmehr steht eine Beziehungstat oder ein völlig entgleistes Treffen mit Geschäftspartnern im Raum.
OÖ. Nachdem ein 49-Jähriger in Linz - Name der Redaktion bekannt - in seiner Dachgeschoßwohnung in einem sanierten historischen Altbau in der Harrachstraße Opfer eines Tötungsdelikts geworden ist, hat die Staatsanwaltschaft eine Obduktion des Leichnams angeordnet. Das Ergebnis wurde Dienstagnachmittag bekannt: Der Mann starb an einem massiven Schädel-Hirn-Trauma.
Die gefesselte Leiche des Ex-Bankers und illustren Immobilienmaklers soll am ganzen Körper Hämatome und andere Verletzungen aufgewiesen haben. Die Hintergründe der Tat seien völlig unklar, die Polizei hielt sich am Dienstag weiter äußerst bedeckt.
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oe24-Recherchen in seinem Umfeld u.a. seiner Profile auf sozialen Medien zeigen einen wohlhabenden, stets dandyhaft gekleideten Freelancer für einen Immo-Firma, wo er zuletzt vor allem mit Liegenschaften, Ferienwohnungen und sogar Zinshäuser in der Türkei sein Vermögen vermehrte, er selbst und seine Familie kaufte sich eine Villa in bester Lage am Attersee, er hat zwei tüchtige Brüder - einen in Wien und einen in Linz. Nachgesagt wird ihm von einer regionalen Redaktion ein Hang zum Rotlicht, auf Facebook und Instagram ist er eher mit Männern zu sehen und hat gleichzeitig auffallend viele (Internet-)Freundinnen aus der Asia- oder Lack-und-Leder-Szene. Am 29.Mai vor einem Jahr postete er, in einer Beziehung zu sein, mit wem bzw. ob der Status noch aktuell ist, ist unklar.
Der Mann war am Montag gegen 13.00 Uhr von einem seiner Brüder tot im Badezimmer aufgefunden worden - was mit seinem über alles geliebten Hund, einem Beagle passiert ist, wird von der Polizei nicht kommentiert. Die Verletzungen deuteten auf stumpfe Gewalteinwirkung hin, die Leiche, die in der Badewanne lag, war an Armen und Beinen gefesselt. Die Polizei geht daher von einem Gewaltverbrechen aus und sicherte bis am späten Montagabend Spuren, auch am Dienstagvormittag waren nach wie vor Ermittler in dem Mehrparteienhaus zugange.
Horror-Tat zwei Tage vor Auffindung der Leiche?
Dass die Tat bereits am Samstag verübt worden sein dürfte, wie durchgesickert ist, wurde seitens der Polizei weder bestätigt noch dementiert. An der Wohnungstür sollen keine Einbruchsspuren festgestellt worden sein, auch in den Räumlichkeiten selbst soll es keine Hinweise darauf geben. Bestätigt wurden diese Informationen allerdings ebenfalls nicht.