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Polizei Graz

Kein Gas aus Schloßbergstollen

Unter größten Sicherheitsvorkehrungen sind Mittwochmittag Spezialisten von Polizei, Feuerwehr und Bundesheer in das Schlossbergstollensystem in Graz vorgedrungen.

Es wurden Messungen auf Schadstoffe vorgenommen, um so einer möglichen Quelle des giftigen Gases in einem Raum der Grazer Bundespolizeidirektion auf die Spur zu kommen. Das laut Berufsfeuerwehr "beruhigende Ergebnis": In den - ohnedies für die Öffentlichkeit gesperrten - Gängen wurden keine Schadstoffe gemessen, auch der öffentliche Bereich des Stollensystems könne damit als sicher bezeichnet werden.

Auf eine "Expedition ins Unbekannte" wagten sich die Experten von Bundesheer, Polizei, Katastrophenschutz und Feuerwehr, um die möglichen Quellen für die Schadstoffbelastung der Polizeiinspektion Paulustorgasse weiter einzugrenzen.

Entwarnung
Rotes Kreuz und Notarzt standen vor den Stollen in Bereitschaft. Nach teilweise mühsamen Vordringen konnte Entwarnung gegeben werden: In den bekannten Stollen seien keine Schadstoffe zu messen. Für die Spezialisten geht damit allerdings die Suche nach der Ursache der Schadstoffbelastung weiter.

Phosgen- und Chlorbelastungen in Polizeidirektion
In einem Raum der Polizeidirektion in der Paulustorgasse waren vor fast zwei Wochen Phosgen- und Chlorbelastungen fest gestellt worden, nachdem Beamte über Kopfschmerzen geklagt hatten. Knapp eine Woche später war der Bodens im betroffenen Raum abgetragen worden, um so ein Bodenradar-Gerät einsetzen zu können. Das Untersuchungsergebnis steht noch aus. Im Zuge der Untersuchungen war jedenfalls eine eingemauerte Entfeuchtungsanlage gefunden worden.

Deshalb hatten die Fachleute angenommen, dass über diese die Giftstoffe aus dem Boden unter dem Raum mit der Feuchtigkeit hochgezogen und dadurch die Konzentrationen verstärkt worden sei. Es hätte aber auch "etwas vom nahen Schlossberg herangeschwemmt worden sein können", so ein Feuerwehroffizier damals.



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