In einer Garage
Pärchen starb in NÖ an CO-Vergiftung in Auto
Schreckliches Teenager-Drama in Ternitz: Ein junges Liebespärchen, Stefanie und Reinhard, erstickte beim Kuscheln im roten Mazda.
Es war am Sonntagabend: Die 17-jährige Stefanie T., die sonst immer pünktlich war, hätte längst daheim sein sollen. Je mehr Zeit verging, desto unruhiger wurde der Vater der HAK-Schülerin. Denn er wusste, dass sie sich mit ihrem Freund Reinhard immer wieder in dessen angemieteter Garage in der Straße des 12. Februars traf. Schon mehrmals hatte der Vater – der nichts gegen die Jugend-Turtelei hatte – beide gewarnt, sich nicht bei laufendem Motor in der Garage aufzuhalten, so kalt es derzeit auch sein mag: "Daran kann man schnell sterben.“ Und er erzählte ihnen von dem Fall in Tirol, von dem er in der Zeitung gelesen hatte.
Vorahnung
In einer bösen Vorahnung machte sich der Vater um 22
Uhr aus dem Ortsteil Mahrersdorf auf den Weg zu eben jenem Einstellplatz,
den Reinhard W. (18) von einem Landwirt angemietet hatte. Schon als er sich
dem Garagentor näherte, stieg ihm ein unangenehmer Abgasgeruch in die Nase.
Verzweifelt riss der Vater das Garagentor auf - und prallte entsetzt zurück. Seine Tochter lag, offenbar an Erbrochenem erstickt, auf dem Boden. Vermutlich wollte sich die 17-Jährige noch ins Freie retten und war auf dem Weg zusammengebrochen. Reinhard, der junge Angestellte eines Kfz-Zubehör-Händlers in Neunkirchen lag in seinem Auto, einem roten Mazda 323 älteren Baujahres. Der Motor lief nicht mehr, der Schlüssel steckte auf Start, die Batterie war leer.
Kohlenmonoxid
Die alarmierte Rettung kam, konnte aber nichts mehr
ausrichten: Die beiden Teenager waren an einer Kohlenmonoxidvergiftung
gestorben. Ein ermittelnder Polizist zu ÖSTERREICH: "Das Ganze ist eine
furchtbare Katastrophe. Offenbar ließen sie trotz aller Warnungen eine Zeit
lang den Motor laufen.“ Als es in der Garage schon stickig wurde, dürfte das
Pärchen den Motor zwar abgestellt haben, aber die Lüftung weiterlaufen
lassen haben (wodurch sich die leere Batterie erklärt). Während sich die
Liebenden weiter aneinander kuschelten, pumpte der Ventilator die giftigen
Abgase ins Wageninnere. Zuerst kippte der Bursche um, Stefanie schleppte
sich zum Ausgang - doch zu spät.
Trauer
Am Tag danach herrscht in Ternitz große Trauer: Alle
sprachen den Familien der Opfer ihr Mitgefühl aus, in der Schule von
Stefanie wurde eine schwarze Fahne gehisst, und dem Chef von Reinhard W. war
während des Telefonats die Bestürzung anzumerken: "Die beiden waren ja noch
so jung.“
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