Meilenstein

Energiezukunft: EVN vernetzt 18 Gemeinden

Fünf Personen stehen vor Rohren und halten ein Rohrstück vor einem Biomasseheizkraftwerk.
© EVN
Die EVN hat mit dem Bau einer bedeutenden Fernwärme-Verbindungsleitung von Baden über Sooß nach Bad Vöslau begonnen – ein zentrales Projekt für die Energiezukunft der Region.
OE24 auf Google bevorzugen

Damit werden die fünf Gemeinden Sooß, Bad Vöslau, Kottingbrunn, Leobersdorf und Hirtenberg Teil des Naturwärmenetzes Thermenregion. Das Netz, bereits jetzt das größte überregionale Fernwärmenetz auf Biomassebasis in Österreich, wächst damit auf 18 Gemeinden von Perchtoldsdorf im Norden bis Hirtenberg im Süden und erreicht eine Trassenlänge von mehr als 190 Kilometern.

Zentrales Signal. "Der heutige Baustart ist ein wichtiger Meilenstein für die regionale und krisensichere Wärmeversorgung", betont EVN Vorstandssprecher Stefan Szyszkowitz. "Durch die Verknüpfung der Einzelnetze können wir vorhandene Biomassekapazitäten besser koordinieren und den Anteil erneuerbarer Wärme weiter steigern."

Luftaufnahme eines Biomassekraftwerks umgeben von Feldern und Nachbargebäuden.
Biomasse aus den heimischen Wäldern. Durch die enge Kooperation der EVN mit der regionalen Land- und Forstwirtschaft bleibt die Wertschöpfung der Region erhalten. © EVN

Wichtiges Signal für die Region: Fernwärmenetz wächst weiter

Vier starke Säulen. Künftig speisen vier große Biomasseheizwerke Wärme in das Naturwärmenetz ein: die Anlagen in Mödling, Guntramsdorf und Baden sowie nach der Verbindung auch das Heizwerk in Bad Vöslau. Die rund sieben Kilometer lange Verbindungsleitung ermöglicht es, Erzeugungskapazitäten flexibel im Netz zu nutzen, Wartungs- oder Ausfallzeiten einzelner Anlagen abzufedern und den Bedarf an fossilen Spitzenlastkesseln weiter zu reduzieren. Die Bauarbeiten werden etappenweise durchgeführt und sollen 2028 abgeschlossen sein.

Bedeutung für Klima und Region. "Ein leistungsfähiges Fernwärmenetz ist ein Gewinn für das Klima und die Region zugleich: Es verringert CO2-Emissionen und sichert Arbeitsplätze vor Ort", unterstreicht Landtagsabgeordneter Christoph Kainz. "Die Vernetzung stärkt somit die regionale Wertschöpfung und reduziert darüber hinaus unsere Abhängigkeit von Energielieferungen aus dem Ausland."

Weichenstellung für die Zukunft: EVN baut größtes Wärmenetz aus

Klarer Vorteil für Gemeinden. Auch die betroffenen Gemeinden sehen in der Anbindung entscheidende Vorteile für ihre Einwohnerinnen und Einwohner. In der Marktgemeinde Sooß kann entlang der Verbindungsleitung mit dem Aufbau der Fernwärmeinfrastruktur begonnen werden. In den bereits versorgten Gemeinden ermöglicht die Effizienzsteigerung den weiteren Ausbau.

Klare Strategie. Mit diesem Projekt setzt die EVN konsequent ihre Strategie fort, die Wärmeversorgung in der Thermenregion langfristig auf regionale, erneuerbare Energiequellen zu stellen. Mehr als 80 Prozent der eingespeisten Wärme stammen derzeit bereits aus Biomasseanlagen, das Ziel ist eine Steigerung auf über 90 Prozent bis 2035. Zukünftig soll zudem die Tiefen-Geothermie einen wichtigen Beitrag zur Fernwärmeversorgung leisten – in diesem Herbst startet die EVN dazu eine umfangreiche Untersuchungskampagne zur Standortfindung.

Fazit: Mit dem Ausbau des Naturwärmenetzes setzt die EVN ein wichtiges Zeichen für eine krisensichere, regionale und nachhaltige Energieversorgung der Thermenregion.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden