100 seltene Tiere starben qualvoll, ein Versicherungsbetrug steht im Raum.
Tierfreunde in ganz Österreich waren schockiert, als sie Anfang August die Meldung in den Medien mitbekamen: „Reptilien-Zoo in Neustadtl an der Donau brannte nieder, 100 Tiere verendeten hilflos im Feuer. Die vielen Schlangen, Leguane und Schildkröten hatten keine Chance aus ihren Terrarien zu flüchten.“
Ein stundenlanger Großeinsatz für 180 Feuerwehrleute war die Folge. Die Rauchschwaden waren kilometerweit zu sehen. Erst sah alles nach einer technischen Brandursache aus, nun erhärtet sich ein schlimmer Verdacht: Zoodirektor Michael A. (Name geändert) soll das Feuer selbst gelegt haben – es gilt die Unschuldsvermutung.
Fenster verriegelt – mehr Arbeit für die Feuerwehr
Erich Rosenbaum, Chefermittler vom LKA-NÖ zu ÖSTERREICH: „Er war als Letzter im Haus und er hat eingeräumt, dass er möglicherweise den Brand fahrlässig verursacht hat, indem er eine Petroleumlampe schlecht abgelöscht oder Zigarettenasche falsch entleert haben könnte.“ Irritierend für die Ermittler: Sie fanden auch Brandlegungsspuren in der Dusche, alle Fenster waren von innen verriegelt. Die Ermittlungen laufen weiter, die Staatsanwaltschaft ist bereits informiert, eine Anzeige der Polizei auf freiem Fuß bereits gestellt.
Der Schaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf mehr als 250.000 Euro. Der Hintergrund der Brandstiftung könnte ein versuchter Versicherungsbetrug sein.
Die Kultur-Highlights des Jahres 2012
Kunsthalle Wien 2013/14: Von Thomas Bernhard bis Constantin BrancusiVon Thomas Bernhard bis Constantin Brancusi reichen die Pläne, die der neue Leiter der Kunsthalle Wien, Nicolaus Schafhausen am 10. Jänner bekannt gegeben hat. Ein reduziertes, eher divers wirkendes Programm, das mit dem in den Presseunterlagen formulierten "prägnanten Profil" ("Thematische Gruppenausstellungen, Einzelpräsentationen internationaler KünstlerInnen, Retrospektiven bekannter VertreterInnen der Gegenwartskunst sowie Ausstellungen bislang noch weniger bekannter KünstlerInnen") noch nicht viel zu tun hat. In-Künstler findet man im Gegensatz zu früher nicht. Schafhausen: "Es geht selbstverständlich nicht um die Replizierung von Trends, sondern um die Kenntnis der Diskurslage."
© Stephan Wyckoff
Schnörkellos-leichter "Figaro" im neuen Festspielhaus ErlBot der Eröffnungsfestakt am 26. Dezember noch eine wilde Mischung aus Donizetti und Bartok, so hatte das neue Festspielhaus in Erl seine wahre Feuertaufe mit Mozarts "Le Nozze di Figaro" zu bestehen. Gustav Kuhn startete das Opernprogramm der ersten Winterfestspiele im kleinen Tiroler Dorf in seiner bewährten Doppelfunktion als Regisseur und Dirigent mit einer schnörkellosen Da Ponte-Produktion. Dabei strich der Maestro die Stärken dieses architektonischen und vor allem akustisch gelungenen neuen Festspielhauses heraus. Allgemeine Jubelsalven für Kuhn und seine vorwiegend jungen Sänger nach einem langen Mozart-Abend.
© tirolerfestspiele.at
Staatsoper: Salzburger "Ariadne auf Naxos" als Wiener Erfolg Kommt der Prophet nicht zum Berg, kommt der Berg zum Propheten: Nach der dissensbedingten Absage von Dirigent Franz Welser-Möst, der 2013 bei den Salzburger Festspielen mit Sven-Eric Bechtolf die "Cosi fan tutte" hätte inszenieren sollen, feierte am Mittwochabend (19. Dezember) die "Ariadne auf Naxos" der heurigen Festspiele in der Wiener Staatsoper ihre umjubelte Premiere - mit Welser-Möst am Pult und Sven-Eric Bechtolf als Regisseur. Vornehmlich auf sängerischer Ebene bot der begeistert aufgenommene Abend einige echte Entdeckungen.
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