Nebelrekord

17 Tage ohne Sonne: OÖ versinkt im Nebel

Es ist ein Dezember, den OÖ so noch nie erlebt hat: Fast keine Sonne, nur Nebel.

OÖ. Oberösterreich erlebt heuer eine außergewöhnlich trübe Dezemberperiode – und vor allem der Zentralraum steuert auf einen historischen Nebelrekord zu. Laut Geosphere-Experte Alexander Ohms könnte Hörsching am Montag erstmals 17 durchgehende Tage ohne einen einzigen Sonnenstrahl verzeichnen. Damit würde der bisherige Höchstwert aus dem Jahr 1992 übertroffen. Auch in Linz, Wels und Enns zeigt sich seit Wochen ein ähnliches Bild: Statt hellen Wintertagen gab es bisher nur wenige Minuten diffusen Lichts, während auf den Bergen sonnige Bedingungen herrschen – am Feuerkogel wurden bereits über 66 Sonnenstunden gemessen, am Dachstein sogar 71.

Ursache für die hartnäckige Trübnis sind stabile Hochdrucklagen, kaum Wind und kalte, feuchte Luft in Bodennähe. Die schwache Dezembersonne schafft es nicht, diese Inversion zu durchbrechen. Bemerkenswert: Obwohl langfristig dank saubererer Luft die Nebeltage eher zurückgingen, zeigen sich heuer besonders ausgeprägte Phasen. Laut Ohms spielt auch der Klimawandel hinein, da er zunehmend langanhaltende Hochdruckwetterlagen begünstigt – und damit zähe Nebeldecken, die den Zentralraum tagelang im Grau festhalten.

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