Wirtschaft in OÖ

2026 Kurswechsel ist eingeleitet: Wettbewerbsfähigkeit zurückgewinnen

Der Wirtschaftsbund fordert weiter einen "Made in Austria“-Vorteil bei öffentlichen Vergaben über dem Schwellenwert. 

. Oberösterreich als industrielles Herz Österreichs steht weiterhin unter erheblichem wirtschaftlichem Druck. Während für Österreich ein geringes Wachstum zwischen 1,0 und 1,2
Prozent prognostiziert wird, befindet sich Oberösterreich mit seiner export- und industrienahen Struktur noch in einer Phase wirtschaftlicher Stagnation, jedoch mit ersten positiven Signalen. 

"Vor einem Jahr, als es noch keine neue Bundesregierung gab, haben wir als Wirtschaftsbund klare Versprechen abgegeben und messbare Ziele formuliert. Wir werden alles dafür tun, dass wir die Rezession hinter uns lassen können", sagte Wirtschaftsbund-Obfrau Doris Hummer (ÖVP) am Mittwoch in einer Pressekonferenz. „In einer neuen Wirtschaftsordnung, geprägt durch Zölle, Angriffskriege, Aufrüstung, unfaire Handelspraktiken (China), europäischen Irrwegen in punkto Regulatorik, müssen wir uns unserer Stärken bewusst sein und diese stärken und ebenso konsequent die Krise dazu nutzen, unsere Schwächen abzubauen. Denn Unternehmen investieren dort, wo Rahmenbedingungen verlässlich sind, wo Leistung und Investition sich lohnen, und Innovation unterstützt und nicht gebremst wird. “, so Hummer. 

Der Wirtschaftsbund will Exportpotentiale nutzen und entwickeln. "Es ist alles dafür zu tun, dass Handelsabkommen der EU mit Mercosur und Indien abgeschlossen werden", fordert Hummer. Innovation und Forschung inklusive Schwerpunkt auf Digitalisierung und KI sollen gezielt stärken, weil digitale Technologien und KI vor allem für die KMUs zentrale Hebel für Produktivität, Wettbewerbsfähigkeit und neue Geschäftsmodelle seien.

Österreich braucht  laut dem neuen Wirtschaftsbund OÖ-Landesgeschäftsführer Thomas Mittterhauser eine zukunftsgerichtete Industriestrategie, die unseren Leitbetrieben ebenso wie unserer KMU-Struktur gerecht werde und diese gezielt stärke, Schlüsselbranchen absichere und die Hightech-Industrie als Wachstumsmotor weiter ausbaue.

Flattex für Pensionisten

Hummer: "Steuerliche Leistungsanreize und Lohnnebenkosten-Senkung bleiben klares politisches Ziel, ebenso wie die Absage an alle neuen Steuerfantasien wie z.B. Erbschaft- und Schenkungssteuern." Der Wirtschaftsbund setzt sich weiterhin für die Flattex für Pensionisten ein - also für den fixen Steuersatz von 25 Prozent für das Arbeiten neben der Pension.

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