Erdrutsch-Gefahr

30 Häuser in Gmunden wieder bewohnbar

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Beim Erdrutsch in Gmunden in Oberösterreich sind rund 30 Häuser wieder bewohnbar. Erste Bewohner schliefen sogar schon wieder zu Hause.

"Das war sehnsüchtig erwartet worden", erklärte Bürgermeister Heinz Köppl (V) am Mittwoch. Eine Prognose, ob auch die restlichen Gebäude vor Weihnachten wieder bewohnbar sein werden, sei derzeit "unseriös".

Gute Nachbarschaftshilfe
Die teilweise Aufhebung der Evakuierung habe mehrere Gründe gehabt, so Köppl. Tiefenbohrungen hätten auf festen Untergrund hingedeutet, außerdem sei der Schwemmkegel im See stabil. Auch die Werte der 145 Messpunkte bei den betroffenen Häusern befänden sich im Toleranzbereich. Der Bürgermeister lobte die Nachbarschaftshilfe im betroffenen Gebiet: In einzelnen Fällen seien Anrainer, die vorerst nicht in ihren Häusern wohnen können, bei anderen untergekommen.

Arbeiten gehen voran
Die Arbeiten im "Gschliefgraben", der sich im oberen Bereich laut Köppl zwar langsam, aber stetig nach unten bewege, wurden weiter durch die Niederschläge erschwert. Fünf Bagger waren im Einsatz, um die Gerinne freizuhalten und dafür zu sorgen, dass möglichst viel Wasser abgeleitet werden kann. Am Dienstag hat die Gemeinde um Unterstützung beim Bundesheer angesucht. Ob Soldaten in Gmunden helfen können, soll in den kommenden Tagen abgeklärt werden.

Hangrutsch seit zwei Wochen
Seit bald zwei Wochen hält der Hangrutsch die Traunseegemeinde auf Trab. Dutzende Gebäude - darunter zwei Gasthäuser und ein kleiner Bootsbaubetrieb - mussten evakuiert werden, rund 100 Personen kamen vorübergehend bei Verwandten und Freunden unter. Die Traunsteinstraße am Seeufer wurde kurzzeitig gesperrt, konnte aber dann für die betroffenen Anrainer wieder freigegeben werden.

30 Mio. Versicherungsschaden
Einstweilen wurde bekannt, wie hoch die Schadenssumme in Gmunden etwa sein wird: 30 Millionen Euro. Lesen Sie hier mehr dazu.

Drohungen gegen Geologen
Außerdem sollen der Pressesprecher der Gemeinde und ein Geologe bedroht worden sein. In den Schreiben geht es u. a. um angeblich nicht rechtmäßig erteilte Baugenehmigungen. Lesen Sie hier mehr dazu.

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