Mehr KI-Ampeln

Zu lange rot: Linzer Verkehrsampel-Schaltung bringt "Farbe" in Gemeinderat

Die Umwandlung bestehender Ampelanlagen in ungeregelte Schutzwege mit gelb blinkender Signalisierung soll u.a. geprüft werden. 

Linz. In Linz regeln über 200 Verkehrslichtsignalanlagen den Straßenverkehr und ermöglichen auch die sichere Querung der Fahrbahn für Fußgänger. Dabei zeigt sich jedoch, dass sich viele Ampelschaltungen stark am Autoverkehr orientieren. Für Fußgänger bedeutet das oft lange Wartezeiten und vergleichsweise kurze Grünphasen. Die KPÖ-Fraktion fordert daher in der morgigen Gemeinderatssitzung eine umfassende Überprüfung aller Ampelanlagen im Stadtgebiet hinsichtlich der Wartezeiten und Grünphasen für den Fußverkehr.

"Es stehen heute moderne technische Möglichkeiten zur Verfügung, um Grünphasen bedarfsgerecht anzupassen, Wartezeiten zu verkürzen und Anlagen sensorgesteuert zu optimieren. Darüber hinaus soll geprüft werden, ob an geeigneten Standorten mit geringem bis mittlerem Verkehrsaufkommen eine Umwandlung bestehender Ampelanlagen in ungeregelte Schutzwege mit gelb blinkender Signalisierung möglich und zweckmäßig ist – etwa auch tagsüber oder zumindest in den Nachtstunden. Ein solcher Schritt hätte den Vorteil, dass der Fußverkehr gemäß Straßenverkehrsordnung Vorrang genießt und Querungen ohne unnötige Wartezeiten möglich werden", sagt KPÖ-Gemeinderat Michael Roth-Schmida.  

Seit Mitte 2022 ist bei der Michel Reitter Schule (LSZ für Hör- und Sehbildung Kapuzinerstraße) die erste Linzer Ampel mit künstlicher Intelligenz in Betrieb. Bei dem durch Künstliche Intelligenz (KI) gesteuerten Gerät wird digitale Sensorik zur automatisierten Fußgänger-Erfassung eingesetzt. Verkehrsstadtrat Martin Hajart (ÖVP) kündigte damals an, dass die Linzer Ampeln insgesamt noch intelligenter und flexibler werden sollen und so etwa Staus, die sich spontan durch Unfälle oder auch Baustellen bilden, rascher auflösen können, indem sie sich dynamisch an die aktuelle Verkehrslage anpassen.

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