Todes-Drama bei Hütten-Wanderung

Tochter stürzt vor den Augen des Vaters in den Tod

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Osttirol: Stürzte 50 Meter über steiles, felsdurchsetztes Gelände ab.

Prägraten. Eine 28-jährige Deutsche ist am Donnerstag in Prägraten (Bezirk Lienz) bei einer Wanderung tödlich verunglückt. Sie war mit ihrem Vater in Richtung Umbaltal unterwegs, als sie auf einem Steig ausrutschte und rund 50 Meter über steiles, felsdurchsetztes Gelände abstürzte. Der Notarzt konnte nur mehr den Tod der jungen Frau feststellen.

Die beiden hatten eine mehrtägige Hüttenwanderung unternommen und wollten noch die Clarahütte erreichen. Der Vater setzte sofort den Notruf ab und die Frau wurde vom Rettungshubschrauber gemeinsam mit der Bergrettung geborgen.

Bereits 122 Tote in Österreichs Alpen diesen Sommer

Mindestens 122 Menschen sind in diesem Sommer in den österreichischen Alpen ums Leben gekommen. Unter den Toten befinden sich laut vorläufiger Bilanz rund 37 Menschen aus Deutschland, teilte das Kuratorium für alpine Sicherheit mit. Besonders beim Wandern und Bergsteigen sind viele Menschen verunglückt. Dabei starben seit Mai dieses Jahres 61 Menschen, 23 davon stammten aus Deutschland.
 
Auch das Wildwasserfahren und Gleitschirmfliegen seien Aktivitäten, bei denen es häufig zu Todesfällen kommt, hieß es weiter. Dennoch würden sich die Zahlen "im langjährigen Vergleich in einer durchaus üblichen Größenordnung" bewegen, sagte eine Sprecherin des Kuratoriums. Unterschiede zwischen den Jahren könne man meist mit dem Wetter erklären.
 
Erst kürzlich waren drei Deutsche beim Wandern bzw. Bergsteigen verunglückt. Am Donnerstag wurde ein Mann am Dachstein vom Blitz getroffen, eine 28-jährige Wanderin rutschte in Osttirol auf einem Steig aus und stürzte rund 50 Meter in den Tod. Ebenso am Donnerstag wurde die Leiche eines 69-Jährigen am Pitztaler Gletscher gefunden, der bereits seit Mitte August abgängig war.
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