Vogelgrippe Flughafen Schwechat

Alarm am Flughafen

Vogel-Grippe in Österreich

Schmuggler brachten Krankheit mit Vögeln zu uns. 

Es sind herzzerreißende Bilder, die zeigen, wie die exotischen Vögel von Bali nach Schwechat transportiert wurden: In zwei Taschen voller Kot und Federn, jeder Papagei eingepfercht in einer Pappkartonrolle, in der normalerweise Plakate zusammengerollt sind – als die Artenschutzhunde „Lord“ und „Reno“ des Zolls anschlugen und den Schmuggel aufdeckten, waren 39 Tiere bereits tot.

Diashow: Vogelgrippe-Alarm in Österreich

Laut Gesundheitsminister Alois Stöger wurden alle verendeten Tiere nach Übergabe durch den Zoll am Donnerstag von der Agentur für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (AGES) untersucht. Das am Dienstag feststehende Zwischenergebnis: Ein Papagei hatte tatsächlich die Vogelgrippe, die zuletzt 2007 auch in Österreich auftrat.

Seltene Papageien waren ein Vermögen wert
Noch steht nicht fest, ob der Virus hoch- oder niederpathogen war. Dennoch wurden mittlerweile alle überlebenden Vögel, die nach Schönbrunn in Quarantäne überstellt worden waren, getötet. Zusätzlich wurden alle, die mit den Taschen und den Tieren in Kontakt kamen, vor allem der Grenztierarzt und die sieben Zollbeamten mit Tamiflu behandelt. Auch „Lord“ und „Reno“ wurden untersucht.

Das Tschechen-Pärchen wollte den Deal seines Lebens machen: Sammler hätten für die um 1.000 Euro in Bali gekauften Vögel wohl das Hundertfache gezahlt. Die Frau (40) und der Mann (44) wurden auf freiem Fuß angezeigt.



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