Vorsatzdelikt?
Explosion in Wien: Verdächtiger mit Widersprüchen
Nach der Gasexplosion in einem Wohnhaus in Wien-Hernals geht die Polizei von einem Vorsatzdelikt eines 55-jährigen Wohnungsmieters aus, der delogiert hätte werden sollen. Laut Polizeisprecher Patrick Maierhofer verwickelte sich der Mann bei einer ersten Befragung in einem Krankenhaus in Widersprüche. Dazu kommt die Spurenlage, die auf eine Manipulation der Gasversorgung in der Wohnung hindeutet.
Hernals-Explosion: Kleines Kind verletzt
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Explosion
Der Gerichtsvollzieher habe gegen 7.45 Uhr bei der Hinterhofwohnung angeläutet, sagte Eidenberger. Anschließend habe der Schlosser die gerichtlich angeordnete Wohnungsöffnung durchgeführt. Vor der Tür standen neben dem Gerichtsvollzieher der Hausverwalter und seine Frau.
Als die Tür aufging, kam es zur Explosion. Am Tag danach deutete immer mehr auf einen sogenannten erweiterten Selbstmordversuch hin, wonach der 55-Jährige möglicherweise einige der Personen mit in den Tod nehmen wollte, die ihn mit der Delogierung bedrohten. Das Baby wurde von Mauerteilen am Kopf getroffen. Nach der notfallmedizinischen Erstversorgung an Ort und Stelle kam das Kind in ein Krankenhaus.
Erste Bilder aus dem explodierten Haus
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Brandermittler am Tatort
Die Brandermittlergruppe des Wiener Landeskriminalamtes befand sich auch am Freitag weiter am Tatort. Unklar war zum Beispiel noch, wie es zur Zündung kam. Eine Variante könnte Funkenflug beim Aufbohren des Schlosses sein, eine andere das Aufdrehen des Lichts, eine weitere eine Zündung durch ein in Betrieb befindliches elektrisches Gerät in der Wohnung, zum Beispiel der Kühlschrank.
Die Bewohner des Hauses Hernalser Hauptstraße 210 und des benachbarten Gebäudes auf 208 konnten am Freitag nicht in ihre Wohnungen zurückkehren. Der Hauptgrund waren die geborstenen Fenster im Hinterhof. Laut Baupolizei wird es wohl noch einige Zeit dauern, bis die Appartements wieder bewohnbar sind.
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