Geisterschiff verpestet Donau –
Gewesslers Ökoskandal
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Döbling. Seit vier Jahren kämpft Hans Binder von der Umweltinitiative Kahlenbergdorf gegen den fortgesetzten Ökoskandal auf der Donau an.
Das Flusskreuzfahrtschiff Princess Sophie strandete damals am Treppelweg, nachdem die Schweizer Reederei pleitegegangen war. In der Zwischenzeit ging einer der Matrosen über Bord und ertrank. Und der Konkursverwalter lässt rund um die Uhr die Dieselaggregate laufen. „Die Luft ist verpestet, der Lärm am Treppelweg ist seit Jahren unerträglich“, schimpft Binder.
Hans Binder über Geisterschiff auf der Donau
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Erster Besuch. Eine Beamtin des Umweltministeriums besuchte das Schiff. Ihr Fazit: „Alle Genehmigungen sind vorhanden. Da kann man halt nichts machen.“
Einladung. Das sieht der Döblinger Bezirkschef Daniel Resch (ÖVP) anders: „Ich lade Frau Umweltministerin Leonore Gewessler ein, mit mir das Schiff zu besuchen. Dann wird sie handeln müssen.“
Kentern und Ölpest drohen. Denn mittlerweile hat die Princess Sophie so schwere Schlagseite, dass jederzeit mit einem Kentern des Geisterschiffs zu rechnen ist – sind die Dieseltanks dann halbwegs voll, zieht sich eine Donau-Ölpest bis mitten ins Natur-Juwel Lobau. Mit verheerenden Folgen für das Ökosystem.
Kontrolle. Erst auf ÖSTERREICH-Anfrage reagiert Gewesslers Ressort jetzt endlich: „Dieser Zustand ist legal, aber aus unserer Sicht unerfreulich. Das Schiff wird wöchentlich kontrolliert. Wir sind im Kontakt mit dem Masseverwalter und sind zuversichtlich, dass es zeitnah entfernt wird. Es gibt schon Interessenten. Bis dahin werden wir die intensiven Kontrollen fortsetzen.“
Und nach „kurzen“ vier Jahren dämmert es auch im Ministerium: „Wir wollen solche Situationen zukünftig verhindern. Deshalb plant das Ministerium in der Wasserstraßenverkehrsordnung eine Regelung, mit der die dauerhafte Nutzung öffentlicher Länden untersagt werden kann.“ Geht doch …
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