Im Winter wird das Leben auf der Straße zur Gefahr. Der Samariterbund Wien versorgt obdachlose Menschen mit Essen und einem Schlafplatz. Für zusätzliche warme Mahlzeiten bittet die Einrichtung jetzt dringend um Spenden.
Die eisigen Temperaturen haben Wien fest im Griff und mit ihnen verschärft sich auch die Lage jener, die auf der Straße leben. Im Haus Winkeläckerweg 100 betreibt der Samariterbund Wien eine Notschlafstelle für obdachlose Menschen. Sie ist Teil des Winterpakets, das aus Mitteln der Stadt Wien vom Fonds Soziales Wien finanziert wird. Die Einrichtung bietet Schutz vor der Kälte, doch die Mittel für warme Mahlzeiten reichen nicht aus.
"Angesichts der Teuerung hat sich für viele obdachlose Menschen die Situation noch mehr verschärft. Warme Kleidung oder eine warme Mahlzeit ist für sie keine Selbstverständlichkeit, sondern ein Lichtblick", so Oliver Löhlein, Geschäftsführer des Samariterbundes Wien. In der Unterkunft wird gemeinsam mit freiwilligen Helferinnen und Helfern gekocht, wann immer es möglich ist. "Mit einem Einkauf von 130 Euro können wir eine zusätzliche warme Mahlzeit für 100 Menschen, also für das gesamte Quartier, kochen", erklärt Löhlein. Laut ihm fehlen dafür aktuell die nötigen Spenden.
Andauernden Teuerung bereitet Sorge
Die Organisation blickt mit wachsender Sorge auf das neue Jahr. Immer mehr Menschen geraten unter die Räder, während die Preise weiter steigen. "Wir müssen leider damit rechnen, dass die Notwendigkeit zu helfen 2026 weiter zunehmen wird", warnt der Geschäftsführer. Besonders jetzt komme es auf die Gesellschaft an. "Der Zusammenhalt und die Solidarität in der Gesellschaft sind daher jetzt besonders stark gefragt", betont Löhlein.
Wer helfen will, kann das direkt tun. Unter www.samariterwien.at/spenden/winterquartier ruft der Samariterbund Wien zu Spenden auf. Mit 130 Euro lässt sich ein ganzes Quartier versorgen. Jede warme Mahlzeit schenkt Hoffnung.