40 % der Wirte dabei

Wien zur Fußball-WM: Gasthaus statt Public Viewing

Wenn am 11. Juni die Fußball-WM in Amerika startet, planen rund 40 Prozent der Wiener Gastronomen, ihren Gästen Spiele live zu zeigen. 

In Wien ist die Frage nach Public-Viewing-Angeboten rund um die Fußball-WM schnell beantwortet: Hier tut sich wenig bis gar nichts. Am Rathausplatz wird lieber das legendäre Filmfestival vorbereitet als die wenigen Spiele, die gezeigt werden dürfen, auf einer Großleinwand in Angriff zu nehmen. Spiele ab Mitternacht dürften im Freien wohl zumindest nicht in voller Länge gezeigt werden. Im Prater - in der Vergangenheit ebenfalls Veranstaltungsort für Public Viewings - gibt es heuer ebenfalls nichts, von Gaststätten abgesehen. Auch die Strandbar Herrmann - in den vergangenen Jahren praktisch immer eine Anlaufstelle für Fußballfans - hat auf ihrer Homepage bereits abgewunken: kein Fußball.

Tatsächlich angekündigtes Public Viewing gibt es gesichert derzeit nur beim Donauturm. Da erwarten die Fans sogar teilweise "All you can eat and drink" - etwa bei den Österreich-Spielen - und geschmalzene Eintrittspreise: Wer sich das Eröffnungsspiel Mexiko-Südafrika am 11. Juni um 21.00 Uhr dort ansehen will, kann dies mit 20 Prozent Early-Bird-Rabatt um 15,92 Euro tun bzw. in Gruppen ab fünf Personen um 12,72 Euro - aber ohne "All you can ...". Österreich-Jordanien am 17. Juni um 6.00 Uhr kostet All Inclusive pro Person mit dem Rabatt 79,92 Euro bzw. in der Gruppe mit Rabatt 63,92 Euro.

40 Prozent der Wiener Wirte mit dabei

Kollektives WM-Schauen wird aber voraussichtlich in zahlreichen Lokalen in der Bundeshauptstadt möglich sein. Laut einer von der Wirtschaftskammer am Dienstag präsentierten Umfrage wollen rund 40 Prozent der Wiener Wirte zumindest einzelne WM-Spiele live zeigen. Rund die Hälfte davon will das auch im Gastgarten tun. Wie Thomas Peschta, Obmann der Fachgruppe Gastronomie in der Wiener Kammer, ausführte, will ein Großteil jedenfalls Spiele übertragen, die vor 22.00 Uhr beginnen.

Nicht einmal 10 Prozent der Wirte werden das hingegen bei allen Matches tun. Peschta sieht für die meisten gar keine Möglichkeit, alle Begegnungen zu zeigen: "Bei vielen Spielen müssen die Lokale geschlossen sein, einfach aufgrund der Sperrstunden-Regelungen." Er hofft, dass es hier noch rechtliche Klarstellungen geben wird. Der Fachgruppen-Chef verwies darauf, dass der Nationalrat ja auch bereits ermöglicht habe, dass Public Viewings sechs statt bisher vier Wochen laufen dürfen.

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