Nase gebrochen: Jetzt spricht Grapsch-Opfer

Frau wehrt sich gegen Sextäter

Nase gebrochen: Jetzt spricht Grapsch-Opfer

21-Jähriger droht Anklage wegen Körperverletzung. SVP-Chef will Strafe übernehmen.

Wien. Die Story erregte diese Woche ganz Österreich – und auch die Schweiz. Denn einer Touristin aus Genf (21) wurde im Getümmel am Wiener Silvesterpfad auf den Po gefasst – im  Reflex schlug die Frau zu und brach dem Grapscher, einem Afghanen (20), die Nase. Jetzt droht ihr eine Anzeige wegen Körperverletzung – mit einer Geldstrafe von (durchschnittlich) 1.500 Euro.

"Nie gedacht, dass das so hohe Wellen schlägt"

Wirbel. „Das war doch Notwehr!“ oder „Ungerecht“ – im Netz gingen die Wogen hoch. Und auch der Schweizer Politiker Christoph Blocher von der rechtspopulistischen Schweizer Volkspartei (SVP) erklärte nun im TV: „Ich zahle ihr gerne die Buße. Wie soll sich eine Person sonst wehren, wenn sie nicht mal das tun kann?“

Auch bei ÖSTERREICH meldeten sich bereits wütende Leser, die ein Crowd­funding für das Grapsch-Opfer starten wollen. Doch: Die Schweizerin möchte anonym bleiben, wie sie ÖSTERREICH ausrichten ließ. Der Schweizer Zeitung "Blick" erklärte die Wintersport-Athletin, wie sie sich jetzt fühlt: „Ich hätte nie gedacht, dass das so hohe Wellen schlägt.“ Über die Silvesternacht selbst will sie nichts öffentlich sagen. „Ich weiß nicht, was das noch für Konsequenzen haben wird für mich.“

Prozess. Jedenfalls flog sie mit ihren Freundinnen am Mittwoch wieder zurück in ihre Heimat, wartet dort auf weitere Schritte der Staatsanwaltschaft. Ob diese ein Verfahren einleiten wird, ist noch offen. Und laut Experten eher unwahrscheinlich.

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