Schockierende Bilanz

Gewalt gegen Frauen - immer mehr Notrufe

Schatten eines Mannes, der eine Frau anschreit; sie hält den Kopf traurig gesenkt.
© Getty Images
Mehr und mehr Frauen in Wien wenden sich bei häuslicher Gewalt an Beratungsstellen und Notrufeinrichtungen - im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Anrufe seit März um 20 Prozent.
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Seit März verzeichnet das Frauenservice Wien rund 20 Prozent mehr Beratungskontakte als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Auch der 24-Stunden-Frauennotruf meldet einen deutlichen Anstieg bei den Anrufen. Dennoch beschwichtigt das Frauenservice: Der Anstieg sei nicht automatisch ein Zeichen für mehr Gewalt an Frauen, sondern auch dafür, dass Betroffene die städtischen Hilfsangebote immer besser kennen und dadurch häufiger nutzen.

Durch Kampagnen und verstärkte Informationen über Unterstützungsangebote würden sich Frauen zunehmend trauen, Hilfe zu suchen. Dabei bleiben die Anliegen ähnlich: Besonders häufig geht es um psychische Gewalt, aber auch körperliche und sexualisierte Übergriffe beschäftigen die Einrichtungen täglich.

Mehr Klientinnen melden auch die Wiener Frauenhäuser, Beratungsstellen für sexuelle Gewalt sowie Frauenzentren. Ebenfalls ein Anstieg zeigte sich zuletzt bei den von der Polizei ausgesprochenen Betretungs- und Annäherungsverboten. Nachdem die ersten Monate noch auf Vorjahresniveau lagen, kletterten die Zahlen ab April merklich in die Höhe. Allein im Juni wurden 441 Verbote ausgesprochen – rund 100 mehr als noch im Juni 2025.

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