Frühjahrsputz

Sehr Cool: Wien Energie macht Stadt fit für die Sommerhitze

Der Frühling macht sich bemerkbar – und wenn es warm wird, freuen sich die Wienerinnen und Wiener über kühle Räume. Wien Energie bereitet deshalb ihre insgesamt 25 Kältezentralen für die neue Saison vor.  

Der Frühling schickt seine ersten Vorboten und während die Sonne die Stadt langsam aufwärmt, laufen im Untergrund die Vorbereitungen für die große Hitze. Wien Energie macht derzeit ihre insgesamt 25 Kältezentralen im ganzen Stadtgebiet startklar für die neue Saison. Besonders am Schottenring steht heuer eine echte Kraftspritze bereit, damit die Wienerinnen und Wiener in der Arbeit oder daheim nicht ins Schwitzen kommen.

Sehr Cool: Wien Energie macht Stadt fit für die Sommerhitze
© Wien Energie / Patricia Weisskirchner

Giraffen-Maße und tonnenschwere Technik

Am Schottenring wurde bereits im Vorjahr ein technisches Spektakel geboten, das manchem ein Staunen entlockte. Zwei riesige Kältemaschinen wurden mit einem Mobilkran durch eine Öffnung in der Straße aus der unterirdischen Zentrale gehoben. Mit einer Länge von 7,5 Metern Metern waren diese Teile so groß wie eine ausgewachsene Giraffe hoch ist. Die neuen Nachfolger bringen stolze 23 Tonnen auf die Waage, was in etwa dem Gewicht von 15 Autos entspricht. In den letzten Monaten wurden die Leitungen sowie die gesamte Elektrotechnik fertiggestellt, wodurch die Leistung am Schottenring nun auf beachtliche 20 Megawatt klettert. Wenn der Kühlbedarf in den nächsten Wochen steigt, kommen diese Kraftpakete erstmals zum Einsatz.

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© Wien Energie / Patricia Weisskirchner

Donaukanal als natürliche Klimaanlage

Ein Teil der Kühlung wird am Schottenring übrigens auch ohne Kältemaschinen erreicht, nämlich durch das Wasser des Donaukanals. In Einlaufbauwerken wird ein kleiner Teil des Flusswassers entnommen und später, leicht erwärmt, zurückgegeben. Besonders in den Wintermonaten, wenn die Wassertemperatur im niedrigen einstelligen Bereich liegt, reicht diese natürliche Kühlung oft aus, sodass Kältemaschinen nicht betrieben werden müssen. Das Donaukanalwasser wird dabei nicht in das Fernkältenetz eingeleitet, der Temperatur-Übertrag erfolgt über Wärmetauscher.

Warum das Ronacher sogar im Winter Kühlung braucht

Dass Fernkälte nur im Hochsommer ein wichtiges Thema ist, erweist sich bei genauerem Hinsehen als Irrglaube. In Wien herrscht das ganze Jahr über Bedarf an kühlen Räumen. Ein prominentes Beispiel dafür ist das Musiktheater Ronacher. Wenn dort 1.000 Besucher kurz vor der Vorstellung ihre Plätze einnehmen, treiben sie die Raumtemperatur allein durch ihre Körperwärme massiv in die Höhe. Während die Menschen draußen vielleicht noch die Heizung aufdrehen, muss im Saal bereits ordentlich gekühlt werden. Auch Spitäler, Großküchen oder Rechenzentren sind das ganze Jahr über auf die konstante Kälte aus der Leitung angewiesen. Die absoluten Spitzenwerte werden zwar erst im Sommer erwartet, aber mit der neuen Power am Schottenring ist Wien nun bestens für die kommenden Hitzewellen gewappnet.

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