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Polizei-Einsatz in Wien

Sigi Maurers ''Bierwirt'' drohte Passanten mit Elektroschocker

Turbulente Szenen spielten sich am Donnerstag vor jenem Bier-Lokal in der Josefstadt ab, das durch einen Prozess seines Besitzers gegen die Grüne Sigi Maurer österreichweit in die Schlagzeilen schaffte.

Dramatischer Polizeieinsatz vor einem durch den Prozess gegen die Grüne Klubobfrau Sigrid Maurer bekannt gewordenen Biergeschäft in Wien-Josefstadt: Wie Polizeisprecher Paul Eidenberger bestätigte, wurde der Besitzer des Lokals betrunken festgenommen, nachdem er vor dem Lokal einen Passanten mit einem als Taschenlampe getarnten Elektroschocker bedroht bzw. genötigt haben soll. Update: Der Mann ist inzwischen schon wieder auf freiem Fuß.



Danach dürfte er eine Fensterscheibe in einem Wohnhaus gegenüber eingeschossen haben. Die einschreitenden Beamten soll er auf das Übelste beschimpft haben, was ihm neben der Nötigung und der Sachbeschädigung auch eine Anzeige wegen Anstandsverletzung einbringen dürfte. Die Hintergründe der Auseinandersetzung zwischen dem augenscheinlich Alkoholisierten und dem Passanten waren zunächst unklar. Der Bierwirt soll zuvor aber provoziert worden sein.
 


 

 

 

 

 

Bei dem Festgenommenen soll es sich um keinen Unbekannten handeln. Es soll jener Craft-Beer-Shop-Besitzer sein, der beschuldigt wurde der Grün-Politikerin Sigi Maurer mehrere obszöne Nachrichten geschickt zu haben. Die 35-Jährige zog vor Gericht. Dass er die Nachrichten wirklich selbst geschrieben hat, konnte im Laufe der Verhandlung aber nicht bewiesen werden. Der Bierwirt und Maurer hatten einander erst am 11. September vor Gericht getroffen. Der Mann bezichtigt die Grüne Mandatarin der üblen Nachrede, nachdem Maurer via sozialen Netzwerken eine private Facebook-Nachricht mit obszönem Inhalt veröffentlicht hatte, die sie tags zuvor vom Account des Bierwirten bekommen hatte. Darin beschuldigte sie den Geschäftsbesitzer namentlich, dass dieser ihr die Nachricht geschickt habe, was dieser leugnet. Der Bierwirt behauptete, dass sein Computer im Lokal frei zugänglich sei und jeder diese Botschaft über seinen Facebook-Account geschrieben haben könnte. Am 11. September, an dem eigentlich ein Urteil erwartet wurde, legte er das Geständnis eines Bekannten vor. Die Verhandlung wurde daraufhin erneut vertagt.