Vier Monate nach Ende des Strauss-Jahres hat die Stadt Wien am Mittwoch Bilanz gezogen und eine neue Initiative angekündigt.
Mit einer Forschungsplattform zu Strauss und der Unterhaltungsmusik des 19. Jahrhunderts will man "Forschung, künstlerische Expertise und Quellenarbeit" zusammenführen. Die Publikation "200 J. Johann Strauss 2025 Wien EinBlick" dokumentiert umfassend das Jubiläumsjahr, in dem man mit 80 Projekten und 404 Aufführungen rund 400.000 Besucher erreichte.
"Wien ist ein Ort, an dem Kunst, Kultur und Wissenschaft seit jeher eng miteinander verbunden sind. Genau daran knüpfen wir an. Mit Johann Strauss 2025 Wien hat die Stadt ihr musikalisches Erbe in die Gegenwart geholt, mit der neuen Forschungsplattform setzen wir diesen Weg fort", betont Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ).
Schrittweiser Aufbau der Forschungsplattform
Partner der neuen Forschungsplattform sind die Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw), die Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (MUK), die Universität Wien, die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW), das Wiener Institut für Strauss-Forschung und die Wienbibliothek im Rathaus. Ab Herbst 2026 startet die Plattform zunächst mit vier "explorativen Forschungsstipendien" mit einer Laufzeit von sechs bis zwölf Monaten und einer Dotierung von jeweils 20.000 Euro. Ab Herbst 2027 soll eine gemeinsame Forschungsgruppe folgen.
"Wir arbeiten daran, die nächste Generation für Musik zu begeistern: im eigenen Musizieren, im Hören und in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung", wurde Wiens Kultur- und Wissenschaftsstadträtin Veronica Kaup-Hasler (SPÖ) in einer Aussendung zitiert.