regen

Kälteschock

Winter mitten 
im September

Schnee und Rekordregen mit Muren und Überschwemmungen.

Wien. Die warmen Tage sind vorbei. Ein Wettersturz beendete am Samstag im ganzen Land den Altweibersommer. Kälteeinbruch mit Rekordregen und Schnee in den Bergen waren die Folge – und das nur zwei Tage nach Beginn des astronomischen Herbsts. Den Wetterumschwung ausgelöst hat das Italientief „Lya“, das Österreich am Samstag in der Früh erreicht hat.

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Vor allem in den Tiroler Bergen ist der Schnee liegen geblieben, wie die Panoramabilder zeigen (s. oben). In Lech-Zürs fielen bis zu 16 Zentimeter Schnee. „Zwar hat es heuer im August schon einmal geschneit. Schneefall zu dieser Jahreszeit ist aber äußerst ungewöhnlich“, hieß es im Tourismusbüro des Nobelskiorts, wo das Thermometer am Samstag in der Früh nur –1 Grad anzeigte.

Auch am Sonnblick waren die Gipfel gestern angezuckert: 6 Zentimeter schneite es laut Zentralanstalt für Meteorologie (ZAMG) auf dem Salzburger Berg.

Rekord-Regen in Teilen 
von Kärnten und Tirol
In den niedrigeren Gebieten brachte „Lya“ rekordverdächtige Regenfälle. Am meisten regnete es in den Kärntner Regionen um Klagenfurt, Villach und Hermagor. Aber auch in Osttirol kam es zu intensiven Niederschlägen. Lokale Vermurungen waren die Folge.

In der Nacht breiteten sich die Regenfälle dann in den Osten aus. In Niederösterreich und Wien brachten die tropenartigen Güsse teils schwere Überschwemmungen von Flüssen und Straßen. Die Feuerwehr musste immer wieder ausrücken und Keller auspumpen.

Hoffnungsschimmer
Heute regnet es im Osten noch vereinzelt. Ab Nachmittag ist es in ganz Österreich wieder trocken, langsam kommt vielerorts die Sonne heraus. „Das war ein kurzes, aber intensives Niederschlagsereignis“, so Barbara Stuhl von der ZAMG. In den nächsten Tagen bleibt es aber kühl und unbeständig. Die Temperaturen reichen nur noch zwischen 6 bis maximal 18 Grad, so die aktuelle Prognose. Am Dienstag könnte es noch einmal regnen, sonst bleibt es weitgehend trocken.

Ein Hoffnungsschimmer für alle Bergwanderer: Das kommende Wochenende wird zwar kühler als zuletzt, doch ohne nennenswerte Niederschläge – Sonne und Wolken wechseln sich ab. Am Sonntag werden im Osten sogar wieder bis zu 19 Grad erwartet.



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