Seit Jänner:

32 Prozent weniger Asylanträge

In Österreich wurden im ersten Halbjahr 2006 um 32 Prozent weniger Asylanträge gestellt. Auch die Bewilligungen sind stark rückläufig.

Allein im Juli 2006 gibt es um 39 Prozent weniger Asylanträge in Österreich im Vergleich zum Vorjahr. Von Jänner bis Ende Juli sind die Anträge um 32 Prozent zurückgegangen. Die Obfrau der Asylkoordination Österreich, Anny Knapp, sieht in dieser Entwicklung einen europäischen Trend: „Diese Entwicklung ist in ganz Europa zu beobachten, davon ist auch Österreich betroffen.“

Anny Knapp spricht von einer Aufrüstung der neuen EU-Länder und einem damit verbundenen Asylrückgang auch in Österreich. „Die Grenzländer zu Österreich haben mittlerweile auf verstärkte Kontrollen gesetzt. Aber auch an Spaniens Küste patrolliert die Küstenwache jetzt ständig.“

3.500 Anträge nicht bewilligt
In ersten Halbjahr 2006 sind 2000 der erledigten Anträge bewilligt worden und insgesamt 3.500 wurden abgewiesen. „Ich sehe darin noch keinen eklatanten Rückgang. Außerdem ist kein direkter Vorjahresvergleich möglich, da die negativ abgeschlossenen EU-Asylwerberanträge jetzt in der Statistik inkludiert sind“, so die Obfrau der Asylkoordination.

BZÖ für strenge Asylpolitik
Das BZÖ hingegen spricht von einer greifenden Ausländerpolitik. "Wir haben mit der Integrationsvereinbarung und dem neuen Asyl- und Staatsbürgerschaftsgesetz von BZÖ-Justizministerin Karin Gastinger die schärfsten Regelungen in Europa. Diesen Weg gilt es jetzt fortzusetzen, um unser Ziel, in den kommenden drei Jahren 30 Prozent weniger Ausländer in Österreich, zu erreichen", so BZÖ Spitzenkandidat Thomas Ram.

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