Birgit Hebein

Grüne am Montag beim Stadtchef

Autofreie City: Hebein muss zum Rapport

Bürgermeister Michael Ludwig erwartet sich am Montag klare Antworten.

Dienstagabend gaben die Vizebürgermeisterin Birgit Hebein (Grüne) und der Bezirksvorsteher der Inneren Stadt Markus Figl (ÖVP) eine Einigung über die autofreie City bekannt. Nun müssen beide am Montag bei Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) erscheinen. "Ich werde mir von der Vizebürgermeisterin und vom Bezirksvorsteher berichten lassen, wie sie sich das vorstellen", erklärte der Bürgermeister und fügte hinzu: "Prinzipiell bin ich für verkehrsberuhigende Maßnahmen. Ich bin generell für Verkehrsberuhigung - insbesondere in der Inneren Stadt. Allerdings braucht es dafür ein schlüssiges Konzept, bei dem auch die Nachbarbezirke mit einbezogen werden."

Denn auch die angrenzenden Bezirke sind von den Maßnahmen betroffen - vom Verkehrsaufkommen bis hin zur Auslastung der Parkplätze. Bürgermeister Ludwig unterstrich in dem Zusammenhang erneut die Notwendigkeit eines Gesamtkonzeptes - auch abgestimmt mit der Parkraumbewirtschaftung in der Stadt.

Aufruhr. Die roten Bezirksvorsteher von Mariahilf, Wieden und Alsergrund sehen in Hebeins und Figls Vorstoß, die City autofrei zu machen, eine massive Verschlechterung für die Bevölkerung. auch die Bezirksvorsteherin der Josefstadt, Veronika Mickel-Göttfert (ÖVP), empörte sich bereits über den steigenden Parkplatzdruck im 8. Bezirk.

Prominente Einkaufsmanager der City sehen den Plan von Hebein und Figl ebenfalls kritisch.

Viele offene Fragen. Am Montag soll endlich Klartext geredet werden und Ludwig erwartet sich antworten auf viele offene Frage. Er wolle genau wissen, welche Pläne Hebein und Figl konkret weiterverfolgen würden.

Die Bandbreite zwischen autofreier Innenstadt und zahlreichen Ausnahmeregelungen für die Zufahrt mit dem Pkw sei noch sehr groß, so Ludwig.



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