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BM-Wahl in Dellach

Betrugsverdacht bei Wahl in Oberkärnten

Nun folgt ein gerichtliches Nachspiel wegen Betrugsverdacht bei Stichwahl.

Die Stichwahl um das Amt des Bürgermeisters in der Oberkärntner Gemeinde Dellach im Drautal (Bezirk Spittal) im März des Vorjahres hat ein gerichtliches Nachspiel. Der mit 58 Prozent siegreich gewesene SPÖ-Kandidat hatte gleich nach der Wahl auf sein Amt verzichtet, sofort machten Gerüchte über einen möglichen Wahlbetrug die Runde. Laut Medienberichten liegt jetzt eine rechtskräftige Anklage wegen Amtsmissbrauchs vor, allerdings sei noch ein Gutachten über die Verhandlungsfähigkeit des Mannes ausständig.

Eine Überprüfung der Stimmzettel der Stichwahl hatte im März 2009 in den zwei Wahlsprengeln bei den am Vorwahltag abgegebenen Stimmen extreme Diskrepanzen ergeben. So soll der SPÖ-Kandidat in einem der Sprengel mehr als 73 Prozent der Stimmen erhalten haben, während im anderen Sprengel der ÖVP-Mann ungewöhnlich weit vorne lag. In Dellach musste nach dem Auffliegen der Unregelmäßigkeiten im Juni 2009 erneut eine Bürgermeisterwahl durchgeführt werden. Aus dieser ging ein ÖVP-Kandidat als eindeutiger Sieger hervor.



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