Corona: Wien denkt Verschärfung an

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Corona: Wien denkt Verschärfung an

Ende Oktober/Anfang November könnte es so viele Fälle wie noch nie geben. 

Die derzeitige Corona-Welle nimmt deutlich an Fahrt auf. Binnen eines Tages gab es um gleich zehn Prozent mehr Spitalspatientinnen und -patienten. So mussten am Dienstag insgesamt 1.863 Infizierte in heimischen Spitälern behandelt werden, um 166 mehr als am Montag. Das ist der höchste Wert seit einem halben Jahr.

Comeback der Maske?

Angesichts der steigenden Zahlen forderte Virologin Dorothee von Laer von der Medizin-Uni Innsbruck eine sofortige Maskenpflicht. Sie warnte dass man wieder am letzten Drücker sei, "damit sich die Frühjahrswelle nicht wiederholt". Die SPÖ sprach in einer Aussendung von "Gefährdungsminister Rauch" und kritisierte, dass die "türkis-grüne Regierung zum dritten Mal in die Herbst-Welle stolpert". Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) sieht jedenfalls keinen Grund für eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen. Am Rande einer Pressekonferenz bekräftigte er am Dienstag, dass man allenfalls die Masken-Pflicht wieder einführen könne, wenn es notwendig werden sollte. Derzeit sei es "angesagt", die Maske in Innenräumen mit vielen Menschen zu tragen, verwies er auf die geltende Empfehlung.

Zur Einschätzung der Virologin Dorothee von Laer, dass die Regierung mit der Einführung der Maskenpflicht schon zu spät dran sei, verwies der Minister darauf, dass die Menschen nun wieder verstärkt zu den Auffrischungsimpfungen gehen. Außerdem sei die Situation nun eine andere, weil man jetzt wirksame Medikamente zur Verfügung habe.

Verschärft Wien die Maßnahmen?

Wien hat bereits strengere Regeln als das restliche Land -etwa Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln. Da die Prognosen aber einen weiteren extremen Anstieg zeigen, überlegt Wiens Bürgermeister eine Ausweitung der Maskenpflicht.