Politik-Insider
Doskozil sorgt für Ärger in SPÖ, aber für Freude in der ÖVP
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Ärger. In der SPÖ reagierte man hinter den Kulissen alles andere als amused auf Hans Peter Doskozils jüngste Volte. Dass er „am Montag aufsperrt, ist unverantwortlich“, sagten gleich mehrere rote Spitzenrepräsentanten zu ÖSTERREICH. Wiens Bürgermeister Michael Ludwig erklärt offiziell: „Ich entscheide für Wien, Landeshauptmann Doskozil für das Burgenland. Wir beide haben die politischen und gesundheitlichen Konsequenzen für unsere jeweiligen Bundesländer zu tragen.“ Tatsächlich sind die Intensivstationen im Burgenland ebenso voll wie in Wien. Daher haben Wien und Niederösterreich den Lockdown bis 2. Mai verlängert.
Während man bei den Roten ätzt, dass „Doskozil vor allem vorkommen will“, freut man sich in der ÖVP, dass der Burgenländer damit den Ost-Lockdown und vor allem die SPÖ-Linie „konterkariert“. Immerhin warnt bekanntlich just SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner konsequent vor voreiligen Öffnungen.
Interessant: Doskozil hatte sich zwar nicht mit seiner Parteichefin, dafür aber mit der türkis-grünen Regierung abgesprochen.
Achse Wien–Burgenland längst brüchig
Unterkühlt. Das Verhältnis zwischen Ludwig und Doskozil dürfte bereits seit Längerem unterkühlt sein. Nicht nur in Fragen des Pandemie-Managements. In der Hauptstadt werden derzeit übrigens rund 100 Burgenländer in Spitälern betreut. Neue Patienten aus dem kleinen Nachbarland „werden wir aber nicht mehr aufnehmen können“. Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner setzt hingegen auf eine gute Achse mit Ludwig in der Bewältigung der Pandemie.
Isabelle Daniel
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