Strache: Distanz zu Le Pen

Politik-Insider

Strache: Distanz zu Le Pen

Ein Kommentar von ÖSTERREICH-Politik-Insiderin Isabelle Daniel.

Eigentlich sitzen FPÖ und Front National ja in einer EU-Fraktion. Aber nach dem extrem spaltenden Wahlkampf von Marine Le Pen will zumindest FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache aus ihren Wahlkampffehlern lernen, berichten FPÖ-Insider.

Aggressiv. Während Ex-FPÖ-Hofburg-Kandidat Norbert Hofer – zur Er­innerung: Auch er trat in seinem letzten ORF-Duell gegen Alexander Van der Bellen auffallend aggressiv auf – ganz begeistert von Le Pens verpatztem TV-Auftritt gegen Emmanuel Macron gewesen sein soll, habe sich der FPÖ-Chef eingehender darüber informieren lassen. Im ­Unterschied zu Le Pen – sie übernahm die Wirtschaftspolitik der radikalen Linken – will er seine Partei hier „wirtschaftsfreundlicher“ positionieren, um auch mehr VP-Wähler anzusprechen, sagen FPÖ-Strategen.

Bei "Islamisten" wird er auf Le-Pen-Linie bleiben

EU-Kritik. Auch in der EU-Kritik will Strache weicher auftreten als Le Pen, die erst im Wahlkampffinish ihre EU-Austrittsfantasien abschwächte.

Nur in einem wird auch Strache klar auf Le-Pen-Linie bleiben: in den scharfen Ansagen gegen „Islamisten“ und Zuwanderung. Er dürfte wohl mehr auf Linie mit Marines Nichte, Marion Maréchal-Le Pen sein, die von ihrem Großvater Jean-Marie Le Pen forciert wird …

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