EU-Wahlkampf wird endgültig zur Chef-Sache

Wahlkampf-Finale

EU-Wahlkampf wird endgültig zur Chef-Sache

Alle drei großen Parteien schicken jetzt ihre Chefs in das Wahlkampffinale.

Wien, Salzburg. 15 Tage vor der EU-Wahl ist die Nervosität bei den großen Parteien zu spüren – jetzt müssen die Chefs ran. In der ÖVP warf sich Kanzler Sebastian Kurz am  Freitag erstmals selbst in den Wahlkampf, in Salzburg sollte er nicht nur eine Rede bei einer Wahlkampfveranstaltung im Salzburg-Kongress halten, Kurz ging am Nachmittag auch auf Tuchfühlung mit den Wählern: Gemeinsam mit der Nr.  2 auf der ÖVP-Wahlliste, Staats­sekretärin Karoline Edt­stadler, schüttelte er im Einkaufszentrum „Europark“ Hände  und  schrieb Autogramme. In den kommenden Tagen bis zur Wahl ist Kurz in Niederösterreich, der Steiermark sowie in Oberösterreich, Tirol und Vorarlberg  auf Tour. Die ÖVP reagiert auf die Umfragen, die sie zwar auf Platz 1 sehen – allerdings nur zwei bis drei Punkte vor der SPÖ.

Bei den Roten ist inzwischen auch Parteichefin Pamela Rendi-Wagner im Dauereinsatz. Sie tritt bei jeder Gelegenheit mit Spitzenkandidat Andreas Schieder auf  – am Freitag, den 24. Mai, wird sie mit Wiens Stadtchef Michael Ludwig im Zelt in der Löwelstraße bei der Schlusskundgebung sein.

Viktor-Adler-Markt. An diesem Tag haben auch die Blauen ihre finale Veranstaltung: FPÖ-Chef Strache – er ist seit Wochen auf Plakaten zu sehen – wird dann wieder auf der Straße wahlkämpfen, und zwar traditionell am Viktor-Adler-Markt – im tiefroten Arbeiterbezirk Wien-Favoriten.

SP-Größen für Schieder

SPÖ-Spitzenkandidat Andreas Schieder mag nicht jedem ein Begriff sein – die SPÖ-Granden, die für ihn werben, sind es schon. In einem Video werfen sich Altkanzler Franz Vranitzky, Ex-Siemens-Chefin Brigitte Ederer und Alt-Präsident Heinz Fischer in den Wahlkampf. Fischers Argument: „Ich kenne den Andi Schieder, seit er ein Kind ist.“



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