Faymann eröffnet SPÖ -"War Room"

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Faymann eröffnet SPÖ -"War Room"

Als Wahlziel wird von der SPÖ unverändert Platz eins ausgegeben.

Die SPÖ hat Mittwochmittag ihre Wahlkampf-Zentrale eröffnet. Parteichef Werner Faymann bewunderte persönlich die Räumlichkeiten im Parterre des SPÖ-Hauses in der Wiener Löwelstraße. Wie ÖSTERREICH berichtete dient die Wahlkampfzentrale von Barack Obama als Vorbild für den SPÖ-"War Room" .

Bis zu 40 Personen
Untergebracht in dem schmucklosen Großraumbüro werden bis zu 40 Personen, etwa die Hälfte davon ist bereits am Arbeiten. In den Räumlichkeiten zusammengeführt sind die Bereiche Organisation, soziale Medien, Kommunikation und Recherche. Ziel sei es, Wege zu verkürzen und Kommunikation zu verbessern, erläuterte Wahlkampfleiter Norbert Darabos. Vor der Türe laufen als Info fürs vorbeischlendernde Wahlvolk LED-Tafeln mit Slogans wie "Hier arbeiten Menschen für Gerechtigkeit" oder "Hier arbeiten Menschen für Menschen, die arbeiten".

Dass es überhaupt gelingen würde, die Wahlkampf-Zentrale wie vor fünf Jahren im eigenen Parteihaus zu etablieren, war letztlich sogar ein wenig überraschend. Denn eigentlich sollte in den nun genutzten Räumlichkeiten der ehemaligen SPÖ-Parteibuchhandlung die Filiale einer levantinischen Restaurant-Kette öffnen. Dieses Projekt ist nunmehr verschoben. Möglicherweise nützt die Partei die Räume auch künftig selbst.

Platz 1 als Ziel
Als Wahlziel wird von der SPÖ unverändert Platz eins ausgegeben. Darabos betonte bei der Eröffnung, zu der unter anderem auch Unterrichtsministerin Claudia Schmied und Verteidigungsminister Gerald Klug erschienen waren, auch neuerlich das Vorhaben, die 2008 erstmals (knapp) verpasste 30-Prozent-Hürde diesmal wieder zu überqueren.

Sollte die SPÖ danach wieder der Regierung angehören, müssten sich die Ministerkandidaten einem Hearing im Parlament stellen, ginge es nach ÖVP-Chef Michael Spindelegger. Derartigen Überlegungen kann man in der Löwelstraße freilich nicht viel abgewinnen. Er habe zwar grundsätzlich kein Problem mit einer Anhörung, jedoch sei er angesichts der Managementfunktion eines Ressortchefs nicht der Meinung, dass etwa ein Gesundheitsminister Arzt oder ein Verteidigungsminister General sein müsse - genau auf solche Fragen würde es bei einem Hearing aber wohl hinauslaufen.

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