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Tod eines Mythos

Fischer über Castro: "Historische Persönlichkeit"

Ex-Präsident Heinz Fischer hat Castro mehrmals persönlich getroffen.

Fischer schreibt: „Ich bin Fidel Castro zum ersten Mal im Jahr 1980 in Havanna begegnet und war von seiner Persönlichkeit und seiner Ausstrahlungskraft, die er sich bis ins hohe Alter bewahrt hat, sehr beeindruckt.“

Damals saß er bis vier Uhr früh mit ihm zusammen: „Castro erzählte ausschweifend die ganze Nacht lang“, erinnert sich Bruno Aigner, Fischers langjähriger Sprecher: „Fischer hat Castro damals auch einen Brief von Bruno Kreisky übergeben. In dem Brief hat Kreisky Castro gebeten, auf die Russen einzuwirken, damit sie nicht in Afghanistan einmarschieren.“

Historisch. Fischer weiter: „Die Nachricht vom Tode Fidel Castros hat mich menschlich sehr berührt, und ich möchte seinem Bruder Raúl Castro und dem kubanischen Volk meine Anteilnahme zum Ausdruck bringen. Mit dem Tod von Castro ist eine Persönlichkeit verstorben, der man die Bezeichnung ‚historisch‘ nicht versagen kann.“

Kritik. Fischer übt auch Kritik: „Die Motive der von ihm erfolgreich geführten Revolution gegen den kubanischen Diktator Fulgencio Batista verdienen Anerkennung und haben nicht nur in Kuba, sondern weltweit viel Zustimmung gefunden. Aber das historische Gesetz, das Revolutionen in den allermeisten Fällen zu neuen autoritären Strukturen führen, hat sich auch in Kuba bewahrheitet. Umso wichtiger sind die Bemühungen aus jüngster Zeit, das Land zu öffnen.“



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