Grosz gesagt: Der kritische Blick

Grosz: 'Es wartet ein neues Quarantäne-Regime'

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Polit-Blogger und oe24-Kolumnist Gerald Grosz kommentiert für Sie die Polit-Woche in seiner bekannt charmanten Art.   

Liebe User und Seher von oe24
Willkommen bei Grosz gesagt, dem überaus kritischen Blick auf die aktuellen Geschehnisse unserer Zeit. Kritisch, direkt, unabhängig und scharf wie Messer.
Wir werden dafür zwar keinen Impfpass brauchen aber uns zumindest drei Bananen in der Woche in die Birne schießen, damit wir nach der Fledelmaus-Pest nun auch die Gorilla-Cholera überleben. Die Affenpocken haben uns endlich erreicht.

Diesmal macht nicht Biontech das große Geschäft mit der Angst, sondern Chiquita. Nach den kulinarischen Genüssen aus dem süß-sauren Wildtiereintopf aus Wuhan oder aus dem naheliegenden Kampfstofflabor treiben uns die räudigen Schimpansen-Warzen, wahrscheinlich ähnlicher Abstammung, die Angst und Panik in die übrig gebliebenen Knochen. Und wieder sind es die altbekannten Sirenen, die apokalyptischen Reiter, die uns den Weltuntergang verkünden. Diesmal wirklich, diesmal wirklich werden wir endlich sterben. Der einzelne Mensch von Pestbeulen überfallen in der Grube landen. Der Gesundheitsminister verkündete als erster sein Quarantäne-Regime. Mindestens einige Wochen müsse man die genarbten Gestalten hinter Schloss und Riegel bei Wasser und Affenbrot bringen. Der Ausbruch mache Sorge. Einige wenige Ausbrüche, vielleicht 200 sind weltweit gezählt, und die altbekannten Virenautokraten sehen wieder ihre große Stunde gekommen. Es wird an Krisenplänen gebastelt, der mediale Angstaufmarsch wird wieder inszeniert. Das Ergebnis ist bekannt: Freiheit oder Tod.

So lautet doch die immer wiederkehrende Frage, mit der man sich seit mehr als zwei Jahren konfrontiert sieht. Und im Zweifelsfall entscheiden sich die geknechteten Völker fürs gehorsame Leben und gegen die Freiheit. Hauptsache Leben und immer in der Angst, dass nach der Fledermauspest, der Schimpansen-Cholera uns nicht noch die Schweinegrippe, der Rinder-Wahn oder einfach die Decke auf den Kopf fällt. Der Weltrat der Primaten, die Generalversammlung aller Affen hat derweil eine Resolution verabschiedet: In aller Entschiedenheit dementieren diese jedes Verwandtschaftsverhältnis zum Menschen, insbesondere zu jenen Regierungsmitgliedern der Bananenrepublik Österreich. Apropos Bananenrepublik: Alexander Van der Bellen, in Gleitpension befindliches Staatsoberhaupt, hat seit langem erstmals wieder Rauchzeichen aus der Hofburg von sich gegeben. Von Gottes Gnaden gelenkt, gedenkt der Grüne Agnostiker sich wieder um das Amt des Bundespräsidenten zu bewerben. Er sei jung und fit genug, verkündet der 79-jährige und spekuliert auf ein Amtsende der zweiten Amtszeit mit stolzen 86 Lebensjahren.

Wenn das der alte Kaiser wüsste, dass aus seinen ehrwürdigen Räumen einst das Seniorenhotel zur schattigen Pinie werden würde. Österreichs Establishment atmet auf. Medien, Umfrageinstitute, die Regierungsparteien ÖVP und GrünInnen, SPÖ und NEOS, Redakteure, Industrielle, die EU, also die Vertreter des gesamten Systems sind sich einig: Eine Wahl ist eigentlich sinnlos, denn Van der Bellen wird es ohnedies wieder. Auch weitere Kandidaten seien vollkommen überflüssig, denn der Sieger steht ja schon fest. Und der kann und darf nur Alexander Van der Bellen heißen. Also wozu finden überhaupt Wahlen statt, könnte sich der gelernte Österreicher fragen. Denn die nahende Bundespräsidentenwahl erinnerte angesichts dieser Ausgangslage eher an den Parteitag der Kommunistischen Partei Chinas. Auch da steht der Staatschef schon vor Wahl fest. Wenn man da nicht die Rechnung ohne den Wirt, also den Wähler macht. Er sehe einen qualitativen Unterschied zwischen der Ibiza-Affäre und den Korruptionsfällen der ÖVP. Bei ersterem meldete er sich in großer Geste mit den Worten „so sind wir nicht“ staatstragend zu Wort.

Bei zweiterem schweigt er sich bis heute aus. Der alte Fuchs weiß eben, er braucht auch die ÖVP-Stimmen. Dabei wäre die Lösung des Vergleichs recht einfach: Was Strache und Gudenus sich in Ibiza bestenfalls laut dachten, setzte die von Van der Bellen heißgeliebte Regierung in Wien in die traurige Realität um. Überhaupt dürfte der Amtsinhaber auf einem Auge regelrecht blind sein, eher die Welt aus seiner ideologisch motivierten Sichtweise betrachten. Den GrünInnen krümmt er kein Härchen, die Ökosozialisten haben selbst nach dem dritten Wechsel des Gesundheitsministers quasi präsidiale Narrenfreiheit. Wie auch der Rest der Regierung, der statistisch gesehen alle zwei Monate das Personal austauscht. Aber was kümmert dies ein Staatsoberhaupt, wenn er ja die Parteien dazu braucht, um vermeintlich „unabhängig“ wieder ins Rennen zu gehen. Auch zum Corona-Chaos schwieg er sich aus, der Gute. Und unterschrieb gehorsam alle Gesetze, die ihm die Regierung auf den Tisch knallte. Apropos Corona: Die Regierung kippte nun auch diese Woche die Maskenpflicht.

Mit beachtlicher Verzögerung erkannten Karl Schmähhammer und sein Gesundheitsminister, dass sich das Polit-Ebola dem Ende zuneigt, das Regime aus Angst und Panik nach hinten ausgeronnen ist. Warum trotz dieser Tatsache das Impfpflichtgesetz noch immer nicht aus den Gesetzbüchern der Republik getilgt wurde, fragen sich hingegen viele Menschen. Denn ein Gesetz, das nicht zur Anwendung kommt, ist totes Recht. Und totes Recht ist zu tilgen, erst recht wenn es in die Grundrechte der Österreicher eingreift. Aber vielleicht kommt das ja noch. Und vielleicht setzt sich ja noch die Einsicht durch, dass die Sanktionen bisher nur uns selbst geschadet haben. Der Rubel des Kriegstreibers Putin ist hingegen so stark wie nie, die ökonomischen Sanktionsbomben verfehlten offenbar ihre Wirkung. Die Inflation steigt weiter ungebremst, die Politiker kommen mit verpuffenden Entlastungsmaßnahmen nicht mehr hinterher. Zeit, über die Gründe dieses Wahnsinns nachzudenken. Vielleicht hilft uns ja dabei wie eingangs erwähnt eine Banane. Denn in einer Bananenrepublik ist das die dringend notwendige Hirnnahrung. In diesem Sinne, wünsche ich Ihnen noch schöne Tage. Und bleiben Sie mir treu, wenn es nächste Woche wieder heißt: Grosz gesagt.

  

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