Hypo: Prozess um Pleite-Park

Klagenfurt

Hypo: Prozess um Pleite-Park

Die Hypo hatte ein Vergnügungspark-Projekt finanziert – und blieb am Kredit sitzen.

„Eine Wunderwelt mit den Skulpturen von Ernst Fuchs“, das war das Ziel zweier Söhne des berühmten Malers. Sie wollten 2004 das Projekt „Paradiso Museum Kulturpark“ in Wien realisieren. Doch es scheiterte – und ist jetzt ein weiterer Aspekt der unendlichen Hypo-Alpe-Adria-Bank-Causa. Am Dienstag startete der Prozess im Landesgericht Klagenfurt.

Von der Hypo wurde für das Projekt 2004 ein „unvertretbarer“ Millionenkredit eingeräumt, so Staatsanwalt Andreas Höbl. Der Kredit wurde von der Bank genehmigt, nachdem Ex-FPÖ-Werber Gernot Rumpold beim damaligen Landeshauptmann Jörg Haider interveniert haben soll. Doch es kam, wie es kommen musste – das Projekt scheiterte, die „Fuchs-Wunderwelt“, nie gebaut, die Hypo blieb mit 7,2 Millionen Euro Schaden sitzen.

Ex-Banker Kulterer wieder vor der Richterbank
Wegen des Verdachts der Untreue stehen deshalb jetzt die Ex-Hypo-Manager Wolfgang Kulterer, Günter Striedinger und Gert Xander vor dem Richter.
Und auch Gernot Rumpold muss sich rechtfertigen. Gemeinsam mit einem weiteren Hypo-Manager, einem Sohn und einem Stiefsohn von Fuchs. Alle sahen sich beim Prozessauftakt nicht schuldig. Das Verfahren ist bis Ende März 2015 geplant. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Gregor Plieschnig

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