Nach Zähne-Sager

Kickl attackiert Wöginger: "Geht es noch primitiver?"

Der ÖVP-Klubchef beleidigte im Parlament Wähler der FPÖ. 

Nach der Winterpause startete der Nationalrat am Mittwoch in das Jahr 2026. ÖVP-Klubchef August Wöginger sorgte während der Aktuellen Stunde zur Teuerung für den ersten Eklat. Der ÖVP-Politiker kritisierte, dass die FPÖ alles kritisiere – selbst Maßnahmen, die entlasten oder in der Vergangenheit von den Blauen selbst vorgeschlagen wurden.

FPÖ-Wähler beleidigt

Wöginger zeigte daraufhin ein Taferl, das die Entlastungsrechnung der ÖVP zeigt. Laut dieser spart sich ein arbeitender Haushalt 952 Euro im Jahr. „Insgesamt kommen wir hier auf einen knappen Tausender“, so Wöginger. Im Oberösterreich-Dialekt legt er nach: „Und jetzt können Sie sagen, des ist uns alles Wurscht. Ich weiß ned, ob eure Fahnenschwinger do beim Neujahrsempfang, ob de des Wurscht is, obs 1.000 Euro mehr hobn oder ned“.

Video zum Thema: Eklat im Parlament: Wöginger entschuldigt sich für FPÖ-Sager

Kickl reagiert

Aus den Reihen der FPÖ kamen Zwischenrufe, was Wöginger kommentierte mit: „Jo, de hobn ned amoi Zähne und a zrissene Hose, das sind eure Fahnenschwinger“. Schließlich dämmerte Wöginger wohl, dass er zu weit ging. Am Ende seiner Rede entschuldigte er sich dafür und zog den Sager zurück.

FB-Posting
© Facebook

FPÖ-Chef Herbert Kickl kritisierte Wöginger für seinen Sager scharf und sprach auf Facebook von einer „Total-Entgleisung“ des ÖVP-Klubchefs. „Geht es noch primitiver? Dieser ÖVP-Bonze spürt sich offenbar überhaupt nicht mehr. Völlig abgehoben und zutiefst beleidigend!“, so Kickl.

Fehler im Artikel gefunden? Jetzt melden.
OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten